Donnerstag, 25. Mai 2017

15. Juni 2010 05:56 Uhr

Der Mann, der mit zwei Frauen tanzt

Seit sechs Jahren studiert Dimitri Teugueka in Augsburg. In dieser Zeit hat nicht nur er die Hochschule kennengelernt, sondern auch die Hochschule ihn. Beim Kleinkunstabend "Campuskunst" punktete der Kameruner stets mit seinen außergewöhnlichen Tanzkünsten. In Kürze beendet er sein Studium zum Elektrotechniker und kehrt der studentischen Bühne den Rücken: Bei der nächsten Ausgabe von "Campuskunst" am morgigen Mittwoch ist er zum letzten Mal dabei. Von Jasmin Off

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Seit sechs Jahren studiert Dimitri Teugueka in Augsburg. In dieser Zeit hat nicht nur er die Hochschule kennengelernt, sondern auch die Hochschule ihn. Beim Kleinkunstabend "Campuskunst" punktete der Kameruner stets mit seinen außergewöhnlichen Tanzkünsten. In Kürze beendet er sein Studium zum Elektrotechniker und kehrt der studentischen Bühne den Rücken: Bei der nächsten Ausgabe von "Campuskunst" am morgigen Mittwoch ist er zum letzten Mal dabei.

Es ist ein Abschied, der ihm schwerfällt: "Die Erfahrungen, die ich bei Campuskunst gemacht habe, möchte ich nicht missen", erzählt Dimitri, der seit seiner Kindheit vom Tanzen fasziniert ist. Mit seiner Tanzschule hatte er in Kamerun bereits an mehreren Wettbewerben teilgenommen und so stand es für ihn vor dem Weggang nach Deutschland außer Frage, sein Hobby trotz Studiums nicht aufzugeben.

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Dass er dann für die Hochschule Augsburg eine Zusage erhielt, empfindet er heute noch "als total guten Zufall". Denn hier fühlte er sich nicht nur schnell wohl, sondern konnte auch seiner sportlichen Leidenschaft weiter nachgehen, zunächst als Tanzlehrer in der Katholischen Hochschulgemeinde.

Als das Studentenwerk vor vier Jahren die Idee hatte, talentierten Studenten einmal pro Semester eine Bühne zu bieten, zögerte er nicht. Seither war Dimitri eine feste Größe im Programm. Er zeigte Tänze aus Lateinamerika, Afghanistan und Traditionelles aus seiner Heimat.

"Ich wollte meine Kommilitonen für andere Kulturen begeistern und ihnen ein Stück Afrika näher bringen, denn nur, wenn wir uns mit dem Kontinent beschäftigen, können wir unser Wissen erweitern", sagt er und spielt auf Vorurteile über Afrika an. Deutschland hat er in den vergangenen Jahren lieb gewonnen, ihm falle es leicht, auf Menschen zuzugehen, deswegen fühle er sich gut integriert, erzählt der Student.

"In Kamerun hat man mich oft ,Den Deutschen' genannt, weil ich zielstrebig und organisiert war, deswegen komme ich mit der deutschen Mentalität sehr gut klar." Nach seinem Abschluss will Dimitri erst noch hier bleiben. Das Einzige, über das er sich immer noch wundert, ist Sauerkraut. Seine Freunde wundern sich, wie ein Elektrotechniker gleichzeitig Tänzer sein kann. Morgen, bei seinem Abschied von "Campuskunst", bittet die Hochschule ihn zum letzten Tanz. Geplant sind ein Jive und ein Salsa, bei dem Dimitri mit zwei Partnerinnen gleichzeitig tanzt.

Campuskunst findet am Mittwoch, 16. Juni, ab 19.30 Uhr in der Mensa der Hochschule an der Friedberger Straße statt. Es gibt Musik, Tanz, Gesang, Lyrik und vieles mehr. Der Eintritt ist frei.

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