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14. Mai 2009 05:15 Uhr

Der neue Uni-Bau ist schon zu klein

Es war der zweite Spatenstich innerhalb von zwei Wochen: Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) hat an Augsburgs Hochschulen gerade viel zu tun. Gestern gab er an der Uni das Startsignal für den Neubau des "Zentrums Kunst und Musik". Der Freistaat investiert knapp 20 Millionen Euro. Offenkundig ist der Bau aber schon jetzt zu klein. Von Eva Maria

Der neue Uni-Bau ist schon zu klein
Foto: ALFA

An der Uni wartet man auf diesen Bau seit über 20 Jahren. Er soll den Studienbetrieb und die räumliche Ausstattung in den Fächern Kunst und Musik verbessern, so Heubisch. Die rund 800 Musik- und Kunstpädagogik-Studenten müssen derzeit zwischen dem zentralen Uni-Campus und der weit entfernten Schillstraße pendeln. Das kostet sie viel Zeit. Teile des neuen Leopold-Mozart-Zentrums der Uni sollen in einem zweiten Bauabschnitt im Neubau unterkommen.

Ganz so optimal, wie es der Minister gestern ankündigte, werden die Verbesserungen für Studenten ab 2011 allerdings nicht sein. Platzprobleme wird es auch mit dem Neubau weiter geben. Laut Prof. Constanze Kirchner haben sich die Zahlen bei den Kunstpädagogen inzwischen verdoppelt. Der weit entfernte Standort Schillstraße müsse weiter genutzt werden. Erst mit einem Erweiterungsbau des Zentrums für Kunst und Musik sei ein kompletter Umzug möglich.

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Einen konkreten Zeitplan für diesen zweiten Bauabschnitt konnte der Wissenschaftsminister gestern allerdings nicht nennen. Er verwies auf die allgemein schwierige Haushaltslage des Freistaats, die ihm derzeit keinen Spielraum für verbindliche finanzielle Zusagen lasse. Heubisch sprach von einem Angebot der Stadt, einen eventuellen Erweiterungsbau finanziell zu unterstützen. Dieses Angebot werde er jetzt prüfen.

Hochkarätige Ausbildungsstätte

Um welches Angebot der Stadt es sich genau handelt, konnte Kulturreferent Peter Grab gestern auf Anhieb nicht sagen. Er freute sich beim Spatenstich generell auf eine "hochkarätige Ausbildungsstätte", die der Neubau Kunst und Musik bieten werde. Auch das Kulturleben für die Bewohner im Univiertel werde damit attraktiver.

Unipräsident Wilfried Bottke freut sich ebenfalls schon auf das neue Zentrum Kunst und Musik. Es sei eine glückliche Fügung gewesen, dass die Teilintegration der ehemaligen Musikhochschule in die Uni genau in den Zeitraum gefallen sei, als die Pläne für den Neubau reiften, sagte er.

Der Neubau wird vom Architekturbüro Prof. Knoche aus Leipzig entworfen. Er entsteht bis 2011 zwischen dem nördlichen Teil des Campus-Sees und der Juristischen Fakultät und wird 3600 Quadratmeter Hauptnutzfläche haben.

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