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08. Februar 2010 22:05 Uhr

Die Junge Union will als Team punkten

Ein Name stand in den vergangenen Jahren für die Junge Union (JU) in Augsburg: Stadtrat Volker Ullrich. Nach acht Jahren an der Spitze zog er sich Mitte 2009 freiwillig zurück, obwohl er eine weitere zweijährige Amtszeit hätte folgen lassen können. Zum Nachfolger Ullrichs wurde der 30-jährige Rechtsanwalt Markus Ritter gewählt. Danach wurde es sehr ruhig um die JU.

Jetzt hat sich Ritter in einem Gespräch mit unserer Zeitung zu Wort gemeldet. Er bestätigt, dass die JU intern einiges aufarbeiten musste und spricht von einem anderen Profil: "Wir haben jetzt ein homogenes Team. Und wir wollen wieder mehr Sachpolitik betreiben."

Man könnte sagen, dass die Zeit des Einzelkämpfers Ullrich vorbei ist und in dieser Form nicht fortgesetzt wird. So deutlich sagt es Ritter nicht. Einige Mitstreiter sahen zuletzt, wie zu hören ist, im Agieren von Ullrich allerdings mehr eine "One-Man-Show".

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Für Ritter ist dieses Thema abgehakt. Er sieht die JU wieder besser aufgestellt, was sich nach seinen Angaben an den gestiegenen Mitgliederzahlen ablesen lässt.

Politisch betrachtet, setzt die JU auf die Ideen, die in den neu gegründeten Arbeitskreisen gemeinsam gesammelt werden. Es gibt den Arbeitskreis Stadtpolitik (Stichworte Maximilianstraße, Sperrzeit), den Arbeitskreis Wirtschaft (Augsburg soll eine attraktive Stadt für junge Familien sein) sowie die Arbeitskreise Integration, Umwelt, Kultur und Bildung.

Laut Ritter klappt auch das Zusammenspiel mit der Mutterpartei besser. Ritter sieht in Parteichef Christian Ruck und Oberbürgermeister Kurt Gribl große Unterstützer der eigenen Interessen: "Beide Politiker sind sehr aktiv auf uns zugekommen." Es ist ein gemeinsames Agieren: Im OB-Wahlkampf und bei der Bundestagswahl waren die JU-ler im Einsatz, um die CSU-Kandidaten zu unterstützen. So sieht es neue JU-Chef jedenfalls im Rückblick.

Die JU will sich nach der internen Bestandsaufnahme künftig wieder mehr zu aktuellen Themen äußern. In der Debatte um eine mögliche Sperrzeit ist die Position von Ritter klar: Er erwartet eine Gesamtkonzeption, die alle Interessen befriedigt. Augsburgs Innenstadt müsse am Tag und in der Nacht aktiv sein, sagt Ritter, "denn ansonsten verlieren wir an Attraktivität". Ein funktionierendes Nachtleben sei wichtig für eine Großstadt.

Nächtliche Shuttle-Busse von der Maxstraße zum Kö

"Deshalb geht die Sperrzeit für mich am Thema vorbei", betont der JU-Chef. Er will neue Wege gehen. Sein Vorstoß: Warum fahren nachts nicht Shuttle-Busse aus der Maximilianstraße zum Kö? Und warum können die Nachtbusse prinzipiell nicht länger verkehren? Ein anderer Punkt: Es sei bislang nicht gelungen, das Unileben in die Stadt zu integrieren.

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