Freitag, 20. Oktober 2017

01. Juni 2017 18:24 Uhr

Augsburg

Die "Rocky Horror Show" kommt auf die Freilichtbühne

Ab 30. Juni können die Zuschauer am Roten Tor mit Frank N. Furter den Time Warp tanzen. 17.000 Tickets sind bereits verkauft. Die Zuschauer erwartet eine gruselige Geschichte.

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Zum Abschluss der Theatersaison, der auch das Ende der Intendanz von Juliane Votteler ist, soll es nochmals einen Knalleffekt geben: Die „Rocky Horror Show“ kommt auf die Freilichtbühne am Roten Tor. Dramaturgin Johanna Mangold spricht von einem „würdigen Abschluss“. Tim Allhoff, der die musikalische Leitung hat, verspricht: „Das wird richtig krachen.“

Fürs Theater ist das auch wichtig: Die Besucherzahlen sind wegen der Sperrung des Großen Hauses rückläufig. Die Freilichtbühnensaison könnte diese Statistik aufpolieren und sich positiv auf die Einnahmen auswirken. Bislang sieht es so aus, als würde dies funktionieren: 17.000 Tickets sind bereits verkauft, sagt Theatersprecher Philipp Peters: „Das sind doppelt so viele wie im vergangenen Jahr und immer noch 3000 mehr als in der bisherigen Rekordsaison mit ,Blues Brothers’.“

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Ein Spezialist wurde gefunden

Mit Regisseur Christian Brey hat das Theater einen Spezialisten für Komödien und Musicals gefunden. Die „Rocky Horror Show“ inszeniert er zum ersten Mal. Seit drei Wochen probt er mit den Künstlern im Großen Haus, ab nächster Woche soll es dann am Roten Tor weiter gehen. Brey liegt daran, eine gute Mischung zu finden, zwischen dem, was das Publikum erwartet, und eigenen Ideen: „Wir wollen nicht einfach den Film nachspielen.“

Für seine Rocky-Horror-Besetzung hat er im Ensemble Sebastian Baumgart und Marlene Hoffmann als Brad und Janet sowie Sebatián Arranz als Dr. Scott und Erzähler gefunden. Dazu kommen Gäste wie Andy Kuntz als Riff Raff (bekannt aus „Jesus Christ“ und „Hair“) und Peti van der Velde als Columbia (bekannt aus „Blues Brothers). Die Rolle des Transvestiten Frank N. Furter übernimmt Andreas Köhler, der vorwiegend als Schauspieler arbeitet, aber auch eine Gesangsausbildung absolviert hat. Mit dabei ist nach einem Jahr Freilichtbühnen-Abstinenz auch wieder das Ballett des Theaters. Die Choreografien stammen von Kati Farkas.

Keiner ahnte, was sich entwickeln würde

Als die „Rocky Horror Show“ 1973 in einem Londoner Theater uraufgeführt wurde, gab es gerade einmal 63 Zuschauerplätze und keiner ahnte, dass sich daraus ein Kultmusical, und anschließend auch ein Kultfilm, entwickeln könnte. Über 40 Jahre später wird das Stück, dessen Schöpfer der Engländer Richard O'Brien ist, in aller Welt gespielt – und ein Theater mit 63 Sitzplätzen reicht bei weitem nicht mehr aus.

Die schräge, anzügliche und ein wenig gruselige Geschichte um ein biederes Pärchen, das in eine Gesellschaft ausgeflippter und sexuell freizügiger Typen gerät, sowie fetzige Rock'n'Roll-Rhythmen sind das eine, das die „Rocky Horror Show“ legendär machte. Das andere ist der Mitmachkult, der das Stück zu einem Publikumsereignis gemacht hat. Da gibt es Zuschauer, die passend zu den Kostümen in Korsett und Strapsen kommen, sich vor dem Gewitter (im Stück) mit einer Zeitung schützen und natürlich den Time-Warp mittanzen – erst einen Sprung nach links, dann ein Schritt nach rechts .... Bei der Hochzeit von Brad und Janet werfen die Zuschauer üblicherweise Reis. In Augsburg sollen sie, um keine Ratten anzulocken, Konfetti schmeißen. Alle nötigen Utensilien samt einer Anleitung, wann und wie sie eingesetzt werden, können in Fanbags vor der Vorstellung gekauft werden.

Ein roter Kussmund

Das Bühnenbild von Anette Hachmann und Elisa Limberg, die auch für die Kostüme verantwortlich sind, wird von einem knallig rot geschminkten Mund bestimmt, der zum Erkennungszeichen der „Rocky Horror Show“ geworden ist. Wie eine Zunge fließt daraus eine rote Showtreppe, über die Frank N. Furter auf High Heels hinabstöckeln wird.

Musikalisch will es Tim Allhoff, der sonst als Jazzer eher die subtilen Töne schätzt, bei der „Rocky Horror Show“ richtig krachen lassen. Die klassische Rockband mit E-Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Bass hat er um einen zusätzlichen Keyboarder und einen zweiten Gitarristen verstärkt, damit Hits wie „Don’t dream it, be it“, „Hot Patootie, bless my soul“ und „Sweet Transvestite“ in die Ohren und Beine gehen. Denn schließlich soll auch für die Zuschauer gelten, was der Erzähler am Schluss über Brad und Janet sagt: „They just had a good time.“

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Birgit Müller-Bardorff

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