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Verkehr: Die Ruhe des Königsplatz-Umbaus

Verkehr

Die Ruhe des Königsplatz-Umbaus

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    Bahnhof: Parkhauseinfahrt und Ladehofstraßenzufahrt liegen nebeneinander.
    Bahnhof: Parkhauseinfahrt und Ladehofstraßenzufahrt liegen nebeneinander.

    Die Stille an diesem Ort lässt aufhorchen: Wo sonst zigtausende von Autos pro Tag fahren, stehen ein paar Rentner, die den Straßenbauern bei der Arbeit zusehen. Seit gestern Mittag herrscht an der Kaiserhofkreuzung am Königsplatz beinahe gespenstische Ruhe.

    Zwischen 12 und 13 Uhr machte die Stadt die Zufahrten zu der meistbefahrenen Kreuzung in der Innenstadt dicht und leitete die Autos um. Probleme gab es kaum, ergaben Testfahrten der AZ-Lokalredaktion. Staus blieben aus, lediglich an einigen neu gestalteten Kreuzungen waren die Autofahrer verwirrt, etwa am Theodor-Heuss-Platz und in der Schaezlerstraße.

    „Es gibt viel Falschfahrer ins Bahnhofsviertel, weil die Leute sich erst an die neue Verkehrsführung über die kurze Bahnhofstraße gewöhnen müssen“, so Tiefbauamtsleiter Josef Weber. Insgesamt konnte das Tiefbauamt gestern aber zufrieden sein mit der Verkehrsumlegung. Herman- und Halderstraße sind jetzt Sackgassen, der Verkehr der Schießgrabenstraße Richtung Süden läuft jetzt auf der Tramtrasse der Konrad-Adenauer-Allee.

    Dafür wurden Ampelschaltungen umprogrammiert, neue Fahrspuren markiert und Umleitungsschilder aufgestellt. Neu ist eine Spur von der Fuggerstraße in die Zeuggasse. Diese hatten Geschäftsinhaber gefordert. Auf Höhe das Café Ihle führt eine mit Geländern abgegrenzte asphaltierte Fahrspur quer über den Gehsteig.

    In dieser Woche haben es die Autofahrer noch einfach. In den Ferien fallen auf den Hauptverkehrsstraßen zwischen 40 und 60 Prozent des Verkehrs weg. Kommende Woche rollt dann mehr Verkehr auf den Umleitungsstrecken. „Wir gehen aber davon aus, dass alles klappt: Wer diese Woche fahren muss, hat es bis kommende Woche gelernt, und die anderen Autofahrer müssen sich eben dann mit der neuen Situation vertraut machen“, so Weber.

    Unterdessen zieht sich der Rechtsstreit zwischen dem Betreiber des Bahnhofparkhauses und der Stadt noch hin. Die Stadt öffnete gestern Morgen trotzdem wie vorgesehen die Ladehofstraße zwischen Herman- und Halderstraße. Wie berichtet, war eine Eilentscheidung des Landgerichts für gestern erwartet worden. Weil den Parteien noch mehr Zeit für Stellungnahmen gewährt wurde, kommt die Entscheidung wohl erst heute oder morgen.

    Der Parkhausbetreiber, die BPA GmbH, will verhindern, dass die Ladehofstraße für den Verkehr freigegeben wird, weil Kunden so behindert würden. Tatsächlich müssen aus dem Parkhaus ausfahrende Autofahrer schauen, wie sie einfädeln können. In einer Eilentscheidung hat das Verwaltungsgericht die Öffnung der Ladehofstraße bereits für rechtens erachtet. Das Landgericht muss sich damit befassen, inwieweit von der Öffnung private Grundstücksrechte betroffen sind.

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