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14. Juli 2009 21:05 Uhr

Die Schweinegrippe hat Augsburg erreicht

Es war nur eine Frage der Zeit. Jetzt hat es auch die Fuggerstadt erwischt. Zwei Augsburger liegen mit Schweinegrippe im Bett. Doch die Experten betonen: Das ist kein Grund zur Panik. Es sind zwei leichte Fälle, die zu Hause kuriert werden können. Nicht einmal das Klinikum Augsburg, wo eine Art Task Force für den Notfall eingerichtet wurde, wusste von den beiden Vorfällen. Von Lilo Murr

von Lilo Murr und Thomas Faulhaber

Dr. Ulrich Storr, Leiter des Augsburger Gesundheitsamtes: "Es gibt derzeit keinen Anlass zur Besorgnis. Beide Personen sind nur leicht erkrankt und werden zu Hause behandelt." Bayernweit gibt es derzeit 113 Fälle von Schweinegrippe. Im Landkreis Augsburg und im Landkreis Aichach-Friedberg wurden noch keine Fälle der Infektion mit grippeähnlichen Symptomen gemeldet.

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Der eine Augsburger Patient, der in einem Internat in einem anderen Bundesland lebt, soll sich den Virus in Schottland eingefangen haben, der andere auf Mallorca. Beide hatten sich mit grippeähnlichen Symptomen an ihre Hausärzte gewandt. Weitere Details wurden nicht bekannt. In Spaniens Urlaubs- und Partyparadies grassiert derzeit die Infektion. Sie dürfte demnächst für womöglich weitere Erkrankungen auch in der Region Augsburg sorgen. "Jeder Patient steckt, statistisch gesehen, durchschnittlich eineinhalb Menschen an", sagt Storr. Sobald die Krankheit vom Hausarzt diagnostiziert ist, wird der Patient unter "häusliche Isolation" gestellt. Verordnet wird diese vom Gesundheitsamt. Für den Erkrankten bedeutet dies durchschnittlich zehn Tage "Hausarrest". Erst wenn der behandelnde Arzt sein Okay gibt, darf er die Wohnung verlassen.

Schulschließungen wie in anderen Städten sind im Moment in der Fuggerstadt kein Thema. "Man muss das von Fall zu Fall entscheiden", sagt der Leiter des Gesundheitsamtes und warnt vor Hysterie.

Klinikum ist gerüstet

Das ist auch ein Anliegen von Prof. Helmut Messmann, Leiter der 3. Medizinischen Klinik (Infektiologie). Hier ist die "Task Force" angesiedelt. "Wir sind seit Langem gerüstet." Der Virus habe sich nicht als so gefährlich entpuppt, wie anfangs gedacht. Messmann will nicht ausschließen, dass es nun weitere Fälle geben wird. Auch in der Notaufnahme würden Verdachtsfälle abgeklärt. Bisher gab es aber keinen positiven Befund. »Die Dritte Seite

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