Eine Sperrzeit in der Augsburger Maxstraße soll es auf absehbare Zeit nicht geben. Das sagte Oberbürgermeister Kurt Gribl bei einer Pressekonferenz. Stattdessen gibt es andere Maßnahmen. Von Jörg Heinzle

Auf Augsburgs Partymeile sollen die Lichter nicht ausgehen: Eine Sperrzeit in der Maxstraße soll es auf absehbare Zeit nicht geben, sagte Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) soeben bei einer Pressekonferenz.
Das Thema Sperrzeit war diskutiert worden, seit der Bayerische Verwaltungsgerichtshof das sogenannte Döner-Verbot gekippt hatte. Vor allem Anwohner hatten sich für eine Sperrzeit ausgesprochen. Das hätte bedeutet, dass Clubs und Kneipen bereits um zwei oder drei Uhr hätten schließen müssen - längeres Feiern wäre nur noch per Ausnahmeregelung möglich gewesen.
Für eine strenge Sperrzeitregelung hatte sich auch Ordnungsreferent Walter Böhm (CSU) ausgesprochen. Doch nach Gesprächen in den vergangenen Tagen ist für die Stadtregierung klar: Eine Sperrzeit lässt sich politisch nicht durchsetzen. In allen Stadtratsfraktionen, auch in denen der Regierungskoalition von CSU und Pro Augsburg, ist der Widerstand dagegen offenbar zu groß.
Anstelle einer Sperrzeit will die Stadt nun mit einer Reihe von kleineren Maßnahmen für mehr Ruhe und Ordnung auf der Feiermeile sorgen. Unter anderem sollen nun die seit langem geforderten größeren Mülleimer aufgestellt werden. Zudem soll die erlaubte Geschwindigkeit in der Straße von derzeit 30 Stundenkilometern auf 20 reduziert werden. Geplant ist auch eine Aufstockung des städtischen Ordnungsdienstes, der sogenannten Maxpatrouille, und eine bessere Beleuchtung der Seitengassen. Jörg Heinzle
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