Der Fünffingerlesturm in der Jako-bervorstadt liegt seit Monaten wieder in seinem Dornröschenschlaf. Einzig eine nicht vollendete Außentreppe erinnert an den heftigen Streit, der seit Sommer 2007 die Gemüter erregt hatte. Die Ruhe mag trügerisch sein. Von Michael Hörmann
Kommt es jetzt bald zum lauten Knall? Am kommenden Montag findet ein Runder Tisch statt, zu dem Oberbürgermeister Kurt Gribl geladen hat. Mit am Tisch sitzen Vertreter der Alt-Augsburg-Gesellschaft, die die Außentreppe angestoßen hat, und der Bürgerinitiative, die diese Treppe lieber heute als morgen abreißen möchte.
Nach wie vor ist offen, wohin die Reise für den Fünffingerlesturm geht. Eine maßgebliche Rolle für die weitere Entwicklung dürfte dabei eine Gerichtsentscheidung spielen, die noch vor der Jahreswende erwartet wird. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat zu entscheiden, ob der von der Stadt verfügte Baustopp rechtens ist.
Zunächst hatte das Verwaltungsgericht die Entscheidung der Stadt beanstandet und den Baustopp für rechtswidrig erklärt. Dagegen hatte die Stadt Beschwerde eingelegt.
Verhärtete Fronten
Da die Parteien seit Monaten keinen Kontakt pflegten, wird der Runde Tisch mit Spannung erwartet. Die Fronten sind zumindest vor dem Treffen unverändert: Die Alt-Augsburg-Gesellschaft könnte noch immer eine neue Planung einreichen. Dass die bei vielen Bürgern ungeliebte Treppe - bei einem Bürgerbegehren wurden über 11 000 Stimmen gesammelt - ganz schnell verschwindet, ist nicht unbedingt zu erwarten. Denn dazu, so ist zu hören, müssten sich Stadt, Alt-Augsburg-Gesellschaft und Bürgerinitiative einigen.
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