Es ist ein wichtiges Zukunftsprojekt für die Region Augsburg: Der Innovationspark im Univiertel soll Forschung und Entwicklung verzahnen und viele neue Arbeitsplätze schaffen. Stadt Augsburg sowie Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (Hwk) sitzen gemeinsam im Boot, der Landkreis Augsburg signalisiert Unterstützung. Von Michael Hörmann
Es ist ein wichtiges Zukunftsprojekt für die Region Augsburg: Der Innovationspark im Univiertel soll Forschung und Entwicklung verzahnen und viele neue Arbeitsplätze schaffen. Stadt Augsburg sowie Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (Hwk) sitzen gemeinsam im Boot, der Landkreis Augsburg signalisiert Unterstützung.
Die Strukturen stehen (siehe weitere Berichte), doch über die Personen, die zum Gelingen entscheidend beitragen sollen, dringt wenig durch. Die Beteiligten halten sich mit Aussagen zurück. Dabei sind hinter den Kulissen die Weichen bereits gestellt. Dass die Macher des Innovationsparks eher zurückhaltend in der Außendarstellung agieren, mag damit zusammenhängen, dass ihnen vor wenigen Monaten eine ungeklärte Personalfrage negative Schlagzeilen bescherte.
Der frühere Kuka-Manager Stefan Söhn, der als Geschäftsführer der Projektgesellschaft gehandelt wurde, sagte ab. Damals war zunächst zu vernehmen, dass umgehend Ausschau nach Ersatz gehalten werde. Es hatte im April, als die Absage publik wurde, sehr schnell Anfragen von anderen Interessenten für die Spitzenposition gegeben. Nach Informationen unserer Zeitung sind die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft von dem Kurs, schnell einen Geschäftsführer zu präsentieren, abgekommen. Es gibt keine zentrale Führungsfigur, vielmehr kümmert sich ein Trio von renommierten Wirtschaftsleuten, die über die Region hinaus bekannt sind, um den Innovationspark.
Manfred Hirt (langjähriger Vorstandssprecher der Renk AG), Gerhard Wiedemann (ehemaliger Vorstandschef der Kuka AG) und Stefan Holzamer (Geschäftsführer von SGL Carbon am Standort Meitingen) sind die Wirtschaftskapitäne, die momentan das Ruder in der Hand halten.
Projektgruppe kümmert sich um konzeptionelle Entwicklung
Dieses Trio unterstützt das bereits gebildete Projektteam, das den Innovationspark verwaltungstechnisch betreut. Zu dieser Mannschaft gehören Wolfgang Färber und Barbara Cappek (Stadt Augsburg) sowie Georg Muschik (IHK). Die Projektgruppe treibt bis zum Übergang in die Projektgesellschaft die konzeptionelle Entwicklung des Innovationsparks voran und arbeitet zudem an der Vernetzung der Unternehmen, Vereine und Verbände.
Die drei Wirtschaftskapitäne Hirt, Wiedemann und Holzamer lassen ihrerseits ihre Kontakte zu Unternehmen im In- und Ausland spielen, um Werbung für den Innovationspark Augsburg zu machen und sollen Unternehmen nach Augsburg holen.
Jeder hat sein Spezialgebiet
Jeder der Wirtschaftskapitäne hat einen eigenen Wirkungskreis, quasi sein Spezialgebiet. Holzamer ist der Mann, der für den Bereich Kohlefaserverbundstoffe zuständig ist, Hirt und Wiedemann decken den Part Mechatronik ab.
In ihrer jeweiligen Funktion suchen die drei Manager nach Informationen unserer Zeitung gegenwärtig nicht das Licht der Öffentlichkeit. Auch Politik und Wirtschaftskammern wollen sich nicht detailliert äußern. Nach den Sommerferien soll die Öffentlichkeitsarbeit offensiver angegangen werden, heißt es aus dem Umfeld der Verantwortlichen. Möglicherweise können dann auch Manfred Hirt, Gerhard Wiedemann und Stefan Holzamer über erste Erfolge ihrer Tätigkeit berichten.
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