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10. Februar 2010 05:24 Uhr

Ehekrach zwischen männlichen Diven

Melancholische Balladen, poppige Ohrwürmer und bissige Schnellfeuerdialoge versprechen Malediva für ihren Auftritt am 25. Februar auf den Kabarett-Tagen in der Komödie. Wir sprachen mit Tetta Müller und Lo Malinke über Provinz und ihren Lieblingsplatz in Augsburg. Von Lilo Murr

Malediva als Künstlername, da hat man sich doch etwas gedacht. Was genau?

Malediva: Malediva ist durchaus als "male (engl.) diva" zu lesen, also als männliche Diva, da die beiden Figuren Lo & Tetta auf der Bühne jeden Abend alle Register ziehen und nichts ungesagt bleibt. So wie bei den meisten Menschen bei einem handfesten Krach - nur dass bei denen nicht 400 fremde Leute zusehen.

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Wie würden Sie Ihre Programme jemandem beschreiben, der sie nicht kennt?

Malediva: Da zitieren wir gern Ulrike Borowczyk aus der Berliner Morgenpost: "Der neue Coup der himmlischen Malediven ist eine fetzige Screwball-Komödie mit feinem bis derbem Dialogwitz, wunderschönen Songs und melancholischen Balladen."

In Programmen geht es oft um das Leben in der Provinz. Was zeichnet dieses aus?

Malediva: In der Provinz macht man sich ständig Gedanken darum, was denn der Nachbar denken könnte. In der Stadt ist einem das ziemlich egal. In der Provinz schließen die Läden zwischen 1 und halb 3 und dann wieder um 6. In der Stadt haben Supermärkte bis 24 Uhr geöffnet. Dafür kommen auf dem Dorf 300 Leute zu deiner Beerdigung - in der Stadt zwei, nämlich Mann und Hund.

Leben Sie denn in der Provinz?

Malediva: Wir leben in unserer Lieblingsstadt Berlin. Mit zwei Hunden und Blick auf den Park.

Das neue Programm heißt "Die fetten Jahre". Sind die etwa vorbei?

Malediva: Lo und Tetta sind mittendrin. Sie haben eine tolle Wohnung, zwei Autos, jedes Jahr eine Fernreise, verdienen mächtig viel Geld - nur kommt jetzt ab und an Langeweile auf; und das Langweiligste überhaupt sind die Abende, an denen sich die befreundeten Pärchen bei Maledivas einfinden, um zu essen und zu plaudern ...

Sie waren ja einige Male in Augsburg, an was erinnern Sie sich?

Malediva: In Augsburg lassen wir Bert Brecht links liegen und fahren immer zur Fuggerei, weil Lo einfach nicht glauben kann, dass die Menschen bei den heutigen Mietpreisen dort einen rheinischen Gulden zahlen (88 Cent!). Danach setzen wir uns in den Park an der Bischöflichen Residenz, essen mitgebrachten Kuchen und lassen die Hunde verbotenerweise im Hofgarten spielen.

Ist ein Abend mit Malediva eine Lesung, ein Geplauder oder ein Konzert?

Malediva: Weder noch! Es ist eine saftige Boulevardkomödie für zwei Personen und ein Piano.

Sie haben viele Preise gewonnen, welcher war der wichtigste?

Malediva: Die Tuttlinger Krähe wegen des famosen Publikums und der Deutsche Kleinkunstpreis wegen des guten Essens (und der Moderation von Dieter Nuhr).

Was braucht Malediva unbedingt vor der Auftritt?

Malediva: Belegte Brötchen.

Was unbedingt danach?

Malediva: Schnitzel.

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