Montag, 25. September 2017

02. November 2013 09:52 Uhr

Augsburg

Ein Viertel der Autofahrer ist zu faul zum Blinken

Der Verkehrsclub ACE zählte an Augsburger Kreuzungen: Ein Viertel der Autofahrer ist zu faul zum Blinken. Bei einem Unfall wird es teuer.

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Wer blinkt, zeigt den anderen, was er vorhat. Viele Augsburger haben sich in einer Zählung aber als Blinkmuffel entpuppt.
Foto: tournee- fotolia.com

Die Situation dürfte jedem Autofahrer bekannt sein: Man wartet an einem Kreisverkehr darauf, einfahren zu dürfen – und hätte dies längst gefahrlos tun können, wenn alle Autofahrer vorschriftsgemäß beim Ausfahren blinken würden. Das ist nur eine Situation, in der sogenannte Blink-Muffel auffallen. In Augsburg blinkt nach einer aktuellen Zählung des Verkehrsclubs ACE über ein Viertel aller Autofahrer nicht vorschriftsgemäß. „Die Zahl der Blinkmuffel ist hoch, und das ist eindeutig eine Gefahr für die Sicherheit“, sagt der Vorsitzende des ACE in Augsburg, Harald Eckart.

Fahrer teurer Autos fallen häufiger auf

Gezählt wurde an Auf- und Abfahrtsstreifen an der B17 und an mehreren Kreuzungen mit und ohne Abbiegestreifen. Vor allem an abknickenden Vorfahrten (siehe Tipps) und an Kreuzungen mit Abbiegestreifen wird kaum geblinkt. Einen Unfall hat das an diesen Stellen selten zur Folge. „Aber man sollte es sich zur Gewohnheit machen, immer zu blinken. Sonst versäumt man es einmal an einer Stelle, wo es wirklich entscheidend ist“, so Eckart. Gefühlt steige die Zahl der Blink-Verweigerer. Und noch etwas hat die Zählung ergeben: Überproportional häufig sind es Fahrer von teureren Autos, die nicht blinken.

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Eine Statistik, wie viele Unfälle in Augsburg durch Nicht-Blinken verursacht werden, gibt es nicht. Bei der Polizei sieht man das Verhalten der Autofahrer zwar mit Unmut, kann aber gleichzeitig wenig machen. „Es ist kein Schwerpunkt, unter anderem, weil es kaum verfolgbar ist“, so Polizeisprecher Siegfried Hartmann. Schließlich müsste die Polizei wegen eines Verstoßes, der mit einem relativ geringen Bußgeld von zehn Euro belegt ist, massenweise Autos stoppen. „In der Fahrschule lernen es alle korrekt, aber mit der Aushändigung des Führerscheins setzt schon das Vergessen ein“, sagt Hartmann.

Bei einem Unfall kann es teuer werden

Im Falle eines Unfalls kann es aber teuer werden, den Blinkerhebel nicht bedient zu haben. Verkehrsanwalt Michael Tusch geht mindestens von einem Mitverschulden von 25 bis 30 Prozent aus, etwa bei einem Auffahrunfall. Zwar springt die Haftpflichtversicherung dann ein, allerdings kann die jährliche Prämie steigen. Fehlendes Blinken zusammen mit verkehrswidrigem Verhalten – etwa bei einem Linksabbiegerunfall – könne aber auch zu 100-prozentiger Haftung führen, so Tusch. Immer wieder habe er Fälle, in denen es um die Frage geht, wer geblinkt hat oder nicht. „Das ist besonders beliebt im Zusammenhang mit dem Thema Spurwechsel“, so Tusch.

Harald Eckart vom Verkehrsclub ACE appelliert: „Blinken ist die einzige Möglichkeit zwischen Autofahrern zu kommunizieren.“ Wer es unterlässt, sagt er, „nimmt anderen Verkehrsteilnehmern die Chance, noch zu reagieren und einen Unfall zu vermeiden.“

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Stefan Krog

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