Donnerstag, 18. Januar 2018

09. Dezember 2011 23:00 Uhr

Ausstellung

Eindrücke und Reflexionen

Gesellschaft für Gegenwartskunst zeigt Jeanette Scheidle

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„Fliegender Teppich gezoomt“ nennt die Künstlerin Jeanette Scheidle diese farbige Radierung, ausgestellt in der Galerie im H2.
Foto: Michael Hochgemuth

Jeanette Scheidle ist eine feste Größe in der Augsburger Kunstlandschaft. Sie bevorzugt die Monotypie, die es ihr ermöglicht, durch einmaligen Druck zum Beispiel eines Holzschnittes ihre Arbeiten als Unikate zu adeln. Von Ausstellung zu Ausstellung sieht man, dass Scheidle – Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler, der Ecke-Galerie und des Bobinger Kunstvereins – ihr Können perfektioniert hat. Das beweist sie auch in der Bibliothek der Gesellschaft für Gegenwartskunst (GfG) im Glaspalast.

Für die Studioschau hat die Stadtberger Künstlerin eine Reihe von Monoprints geschaffen. Jedes Blatt besticht, für sich betrachtet, in der Kontrastierung von Farben und Linien. An den Wänden hängen jedoch auch seriell verarbeitete Erinnerungen von Reisen und Naturerlebnissen. Eindrücke von Basaren, Wassern oder dem Lichtermeer der Städte wurden wie Skizzen zunächst als Fotografien, oft als Schnappschüsse festgehalten.

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Mit der Sortierung dieser Aufnahmen beginnt für Jeanette Scheidle der künstlerische Prozess, an dessen Ende das Ursprungsmotiv nur noch für sie selbst wahrnehmbar bleibt. Dann geht die Künstlerin noch einen Schritt weiter, „zoomt“ mit dem bloßen Auge – eine digitale Fotobearbeitung schließt sie aus – aus dem fertigen Druck ein Element heraus, das ihr während des work in progress aufgefallen war und das sie nun als Detail neu fokussiert.

Und so treten nebeneinandergehängt in der Bibliothek der GfG das Originalbild, seine Verfremdung und der „Zoom“ in einen bildhaften Dialog. Was dabei außer Scheidles handwerklicher Fähigkeit noch hervorsticht, ist eine gekonnte Verdichtung von Licht und Farben, die ein Motiv als Bild erst vollenden. Nachzuvollziehen ist dies auf Arbeiten wie „Monsun“ oder auf der Monotypie „Fliegender Teppich“, deren Glanz aus einer Stimmung, einem Gefühl herrührt. (sysch)

Laufzeit bis 20. Dezember, Glaspalast H2 – Zentrum für Gegenwartskunst, Bibliothek, geöffnet Di. 10 – 20 Uhr, Mi. bis So. 10 – 17 Uhr.

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