Der Eiseinsatz geht weiter: An der Singold südlich von Augsburg sind weiter Bagger damit beschäftigt, Überschwemmungen zu vermeiden. Von Jörg Heinzle



Die Augsburger Feuerwehr ist wegen des Eises auf Flüssen und Kanälen weiterhin im Dauereinsatz. In der Nacht zum Donnerstag musste an mehreren Kanälen im Stadtgebiet das Wasser umgeleitet werden, um Überschwemmungen zu verhindern.
Vor allem an kleinen Wasserkraftwerken wurden die sogenannten Leerschüsse geöffnet - das heißt, das Wasser fließt jetzt nicht mehr durch die Turbinen, sondern daran vorbei. Dadurch ist die Gefahr geringer, dass es durch Eisbrocken zu Stauungen kommt. Betroffen waren der Hanreibach, der Schäfflerbach und der Proviantbach.
Zum Teil mussten die vereisten Leerschüsse mit Brennern aufgetaut werden, damit man sie öffnen konnte, sagt Feuerwehrsprecher Friedhelm Bechtel.



Nach wie vor kontrollieren Feuerwehr und Tiefbaumant die vereiste Singold im Süden von Augsburg. Um das Risiko eines Hochwassers für Straßenzüge im südlichen Göggingen und in Inningen zu vermindern, ließen Feuerwehr und Tiefbauamt am Mittwoch etliche Bagger auffahren. Sie brachen das Eis an der Oberfläche und am Grund des Flusses heraus. Am Grund der Singold hatte sich so viel Eis gebildet, dass der Bach an manchen Stellen nur zehn Zentimeter statt einem Meter tief war - dadurch tritt das Wasser über die Ufer. Die Bagger sind nach wie vor im Einsatz.



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