Samstag, 19. August 2017

26. Februar 2017 11:00 Uhr

Augsburg

Ende März naht der Abriss

Mit dem Neubau befriedigt St. Pankratius in Lechhausen am Ort des bekannten Grünen-Kranzes die Bedürfnisse der Zeit. Der Stadtplatz im Zentrum bekommt mit einer Sozialstation und mit Gastronomie ein neues Gesicht. Von Gerlinde Knoller

i

Ende März will die Kirchenstiftung St. Pankratius ihr Großprojekt „Grüner Kranz“ in Angriff nehmen. Nach dem Abriss soll ein Neubau entstehen, der sich an den Bedürfnissen der Zeit orientiert.
Foto: Annette Zoepf

Im Augenblick sieht der „Grüne Kranz“ am Schlössle in Lechhausen recht trostlos aus. Seit Längerem gibt es hier keine Gastronomie mehr, die Mieter sind alle ausgezogen. Aber es tut sich etwas. Wie mehrmals in der AZ berichtet, wird der „Grüne Kranz“ neu gebaut – als ein zentrales Element auch der geplanten Neugestaltung eines autofreien „Lechhauser Stadtplatzes“. Mag sich auch nach außen hin nichts sichtbar bewegen, so wird im Hintergrund intensiv verhandelt und geplant. Und es wurden schon wesentliche Fortschritte erzielt. Wenn alles nach Plan geht, soll Ende März mit den Abrissarbeiten am Grünen Kranz begonnen werden. Da die Arbeiten von innen nach außen gehen, wird man von draußen davon kaum etwas sehen – der Baubeginn ist für Herbst 2017 geplant. Bis zur Fertigstellung wird es voraussichtlich weitere zwei Jahre dauern.

Ein „weltliches Projekt“

ANZEIGE

Mit dem neuen „Grünen Kranz“ hat sich die Katholische Kirchenstiftung St. Pankratius als Eigentümerin des Gebäudes und Bauherrin einer großen Herausforderung gestellt. Es scheint für heutige Zeiten ungewöhnlich, dass eine katholische Pfarrgemeinde viel Kraft in ein „weltliches“ Projekt mit Gastronomie steckt, als hätte sie nicht andere, innerkirchliche Baustellen.

In der Tat habe es sich die Kirchenverwaltung mit der Entscheidung nicht leicht gemacht, berichtet Markus Bader, Pfarrer von St. Pankratius. Gut eineinhalb Jahre habe man in der Kirchenverwaltung darüber diskutiert, was mit dem Grünen Kranz geschehen soll. Kirchenpfleger Clemens Bentlage ergänzt: Da der „Grüne Kranz“, der 1959 erbaut wurde, heute in einem sehr schlechten baulichen Zustand sei, habe sich bald gezeigt, dass der Investitionsbedarf bei einer Sanierung immens sei und damit kaum tragfähig hätte finanziert werden können.

„Zerfallen lassen wollten wir ihn nicht“, weist Hubert Bitzl, ebenfalls Mitglied der Kirchenverwaltung von St. Pankratius, hin. Und er erzählt davon, dass der Grüne Kranz viele Jahre nicht nur als Vereinsheim diente, sondern auch lange Zeit den einzigen großen kirchlichen Saal im Stadtteil bereit hielt. „Uns ist die Verantwortung, die wir gegenüber unseren Vorvätern haben, die den Grünen Kranz aufgebaut haben, bewusst“, versichert Clemens Bentlage. Mithilfe der Diözese Augsburg habe man sich deshalb auf das „ganz, ganz große Wagnis“ eingelassen, den Grünen Kranz neu zu bauen.

Trotzdem ein Haus der Kirche

An seine Tradition anknüpfend, gleichzeitig auf die Bedürfnisse der heutigen Zeit antwortend, soll der Grüne Kranz ein „Haus der Kirche“ sein, das vom Platz aus in den Stadtteil hinein ausstrahlt. Die „neue Mitte“ Lechhausens soll Treffpunkt für Jung und Alt sein. Die Kirchenverwaltung von St. Pankratius ist froh, mit Umberto Freiherr von Beck-Peccoz, Geschäftsleiter der Brauerei Kühbach, nach langer, intensiver Suche, einen „sehr guten und erfahrenen Pächter“ für die Gastronomie gefunden zu haben. Einen, der eine bodenständige und lebendige Gastwirtschaft führen kann, die sich nach außen, zum neuen Lechhauser Stadtplatz hin, öffnet. Und die – wenn es auch keinen großen Saal mehr geben wird – variabel zusätzliche Räume, etwa für Versammlungen mit 100 bis 200 Gästen, bieten kann. Neben der Gaststätte, im selben Gebäude, wird der Pächter auch ein Café betreiben – wie bei der Gaststätte mit Außengastronomie.

Konzeptionell noch nicht ganz fertig geplant, soll es im Gebäude vom „Grünen Kranz“ einen „Infopoint“ geben, eine professionelle Anlaufstelle für Bürger, etwa bei sozialen Fragen. „Da gibt’s aber bisher noch wenig Konkretes“, so Bentlage.

Fest steht jedoch, dass die Sozialstation Augsburg-Lechhausen ihre bisherigen Räume in der Kantstraße verlassen und in den ersten Stock des Grünen Kranzes einziehen wird. Auch werden barrierefreie Wohnungen geschaffen. Auf dem Grundstück neben dem Grünen Kranz, Humboldtstraße 2, errichtet Pro-Tec Wohn- und Gewerbebau, ein Wohn- und Geschäftshaus. Nach Auskunft von Geschäftsführer Thomas Seban wird im Herbst dieses Jahres mit dem Abbruch des bisherigen Gebäudes begonnen, Baubeginn ist Ende des Jahres 2017 geplant, die Fertigstellung im Frühjahr 2018. Bis dahin wird es noch einiges – auch mit der Stadt – zu regeln geben. Seban: „Es sind sehr konstruktive Gespräche, die zu einer guten Lösung führen werden.“ Um eines autofreien Platzes willen soll unter beiden Gebäuden eine gemeinsame Tiefgarage gebaut werden – mit 50 Plätzen für den Grünen Kranz und 14 für das Nachbargebäude. Bisher noch nicht geklärt ist, wo die Zufahrt für die Tiefgarage sein wird. »Kommentar

i

Ihr Wetter in Augsburg-Stadt
19.08.1719.08.1720.08.1721.08.17
Wetter Unwetter
                                                Wetter
                                                Gewitter
	                                            Wetter
	                                            wolkig
                                                Wetter
                                                wolkig
Unwetter10 C | 21 C
8 C | 20 C
8 C | 20 C
Das Wetter aus Ihrer Region
Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung

Augsburger Geschichte



Alle Infos zum Messenger-Dienst
Beilage: Ferien Journal

Bauen + Wohnen

Unternehmen aus der Region