Augsburg/Friedberg (AZ) - Die Energieverschwendung in der Augsburger Müllverbrennung, das neue Derchinger Gewerbegebiet und das geplante Ersatzbrennstoffkraftwerk in Ettringen standen auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Lechleite/Lebenswertes Lechtal (AGLL).
Mit dem Vortrag "Vielfalt ist unsere Aufgabe" stellte Nicolas Liebig die Aufgaben und Aktionen des Augsburger Landschaftspflegeverbandes vor. Josef Metzger kritisierte in seinem Bericht zur Müllverbrennung (MVA) den hohen Schadstoffeintrag gerade in diese Naturlandschaften.
"Dabei verschwendet die MVA gigantische Energiemengen, die mehr als 8000 Augsburger Haushalte seit Inbetriebnahme der Anlage vor 15 Jahren jährlich nutzen könnten.
Die Einnahmen daraus von circa 90 Millionen Euro in diesen 15 Jahren hätten die Müllgebührenzahler enorm entlastet. Die politischen Vertreter im Aufsichtsrat und der Geschäftsführer Walter Michale haben diese Verschwendung zu verantworten", argumentierte er. Metzger berichtete weiter, dass mit einer fachlichen Stellungnahme der Aktionsgemeinschaft zahlreiche Einwendungen gegen das geplante Ersatzbrennstoffkraftwerk in Ettringen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens eingebracht wurden. Er zeigte den Zuhörern auf, dass der Widerstand gegen diese Anlage bisher erfolgreich gewesen sei.
Die Vorsitzende Rosemarie Krendlinger berichtete über das neue Derchinger Gewerbegebiet und die Verkehrsprobleme, die sich daraus ergeben. Nach Absage der Großbäckerei Ihle, für die das Gebiet aufgeplant wurde, muss die Stadt Friedberg andere Nutzer suchen.
Die AGLL fordert, dass vor allem lärm- und emissionsarme mittelständische Betriebe angesiedelt werden, die in Umwelt- und Zukunftstechnologien investieren. Die Verkehrssituation führte zu einer ausgiebigen Diskussionsrunde.
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