Sonntag, 20. April 2014

14. Dezember 2008 22:35 Uhr

Neues Stadion

FCA-Präsident Seinsch wirbt für Alu-Fassade

FCA-Präsident Walther Seinsch will auf die Augsburger Stadträte zugehen. Sein Ziel ist es, den Streit über die Fassadengestaltung der neuen impuls arena rasch zu beenden und für den aktuellen Entwurf mit Aluminium-Rohren zu werben. Denn die Zeit drängt. Von Jürgen Marks

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Von Jürgen Marks

Augsburg - FCA-Präsident Walther Seinsch will auf die Augsburger Stadträte zugehen. Sein Ziel ist es, den Streit über die Fassadengestaltung der neuen impuls arena rasch zu beenden und für den aktuellen Entwurf der Architekten Bernhard & Kögl mit Aluminium-Rohren zu werben.

Im Bauausschuss hatte es zuvor Kritik und Skepsis in allen Fraktionen gegeben (AZ berichtete). Die Fassade der impuls arena hat für die Stadt eine große Bedeutung. Das reine Fußball-Stadion an der B 17, für das sich die Stadt mit Grundstücken, Bürgschaften und Infrastrukturmaßnahmen in Millionenhöhe engagiert hat, soll ein attraktives Aushängeschild für Augsburg werden.

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Im Jahr 2011 werden einige Spiele der Frauen-Fußballweltmeisterschaft in der Arena ausgetragen.

Finanzierung: Im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen stellte Seinsch klar: "Der FCA wünscht oder erbittet keinerlei finanzielle Zuschüsse für die Fassade oder die Arena von der Stadt."

Stadtrat: Rainer Schönberg (Freie Wähler) hatte diesbezüglich Befürchtungen geäußert. Die Kosten für die vorgeschlagene Alurohr-Fassade hat der FCA laut Seinsch "auf 2,5 Millionen Euro gedeckelt". Der FC Augsburg habe keinerlei finanzielle Reserven mehr. "Daher werden wir zur Finanzierung einen Kredit aufnehmen", kündigte Seinsch an.

Vermarktung: Die Rückzahlung des Kredits plant Seinsch mithilfe einer elektronisch gesteuerten Werbetafel. Das große Display soll an der Längsseite der impuls arena in Richtung B 17 angebracht werden. Seinsch: "Mit den Vermarktungs-Erlösen kann die Fassade ganz oder teilweise finanziert werden."

Seinsch hofft auf Zustimmung der Stadträte für die Werbetafel. Der FCA-Präsident verwies auf das Beispiel des gegenüber der Arena liegenden Möbelhauses Hiendl, das "mit Werbeplakaten vollgepflastert" sei.

Angebot an die Stadt: Um die Stadträte für die Werbetafel zu gewinnen, bietet Seinsch an, dass das Display an mindestens 25 Tagen im Jahr zur Bewerbung eigener städtischer Veranstaltungen oder sozialer Einrichtungen genutzt werden könne.

In den ersten Jahren könne die städtische Nutzung der Tafel sogar auf bis zu 50 Tage ausgeweitet werden. Seine Pläne hat Seinsch vor einigen Tagen mit Oberbürgermeister Kurt Gribl diskutiert. Seinsch: "Der OB hat das wohlwollend zur Kenntnis genommen." Der AZ hatte Gribl am Samstag gesagt: "Es gibt keinen Zweifel an der Aufrichtigkeit von Walther Seinsch."

Vorwürfe, dass kein FCA-Verantwortlicher oder die Arena-Architekten bei der Bauausschusssitzung am Donnerstag anwesend war, konterte Seinsch: "Wir waren nicht eingeladen, wussten nicht einmal, dass die Fassade in dem Gremium zur Diskussion stand."

Zeitnot: Der FCA-Präsident machte klar, dass die Zeit drängt. "Wenn die Fassade zur Eröffnung im Sommer 2009 fertig sein soll, müssen wir das Projekt Anfang Januar ausschreiben", betonte Seinsch.

Fehler: Diese gestand Seinsch nochmals im Umgang mit der ursprünglich geplanten Glasfassade ein. Die Kosten seien von 2,5 auf 8,5 Millionen Euro explodiert. "Das Finanzierungsmodell mit einem Industriesponsor stellte sich als Wunschdenken heraus."

Im Stadtrat gibt es großen Unmut darüber, dass der FCA das Stadion mit einer schmucken Glasfassade vorgestellt hatte, die dann als nicht finanzierbar verworfen wurde.

So geht es weiter: Bereits am morgigen Dienstag wollen die FCA-Verantwortlichen die Stadtrats-Fraktionen über die neue Alurohr-Fassade "objektiv informieren". Seinsch wirbt für den neuen Entwurf: "Er ist attraktiv und innovativ."

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