Samstag, 23. September 2017

21. Mai 2016 18:30 Uhr

Internationaler Museumstag

Freier Eintritt! Diese Museen in Augsburg haben heute geöffnet

Beim internationalen Aktionstag öffnen am Sonntag in und um Augsburg viele Museen ihre Türen bei freiem Eintritt. Bei Führungen und Aktionen gibt es auch Neues zu entdecken.

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Am Sonntag findet der Internationale Museumstag statt. Auch in der Region öffnen viele Häuser ihre Türen – oft bei freiem Eintritt. So wie in Augsburg: Die Kunstsammlungen verlangen am Sonntag in allen Häusern – vom Maximilianmuseum über das „Römerlager“ im Zeughaus bis zum H2-Zentrum für Gegenwartskunst keinen Obolus. Fast überall gibt es Führungen, die teilweise auch mehrfach angeboten werden.

In und um Augsburg beteiligen sich in einem Radius von 25 Kilometer 20 Museen in neun Orten mit 47 Aktionen am Museumstag. Das lässt sich auf der Internetseite www.museumstag.de ausfiltern – und es dürfte für jedes Interessensgebiet von Archäologie über Geschichte bis Kunst etwas dabei sein. Auch nach Kinderangeboten lässt sich suchen. Wir haben den Museumstag zum Anlass genommen, den Blick auf Einrichtungen zu lenken, die in der Regel nicht im Fokus des breiten Interesses stehen. Wir zeigen, was es dort zu entdecken gibt – nicht nur am Museumstag.

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Auch Maskenmuseum in Diedorf nimmt am Museumstag teil

Hier in Diedorf dreht sich alles um Schein und Sein: Das Maskenmuseum vereint 5000 alte, getragene Masken aus allen Weltkulturen, die der Sammler Michael Stöhr aus der ganzen Welt zusammengetragen hat. Zum Museumstag am Sonntag gibt es zusätzlich die Sonderausstellung „Vom Schrei der Hände – Gestik in Figuren der Naturvölker – abstrakter Expressionismus Norbert Kiening. Sie ist von 11 bis 16 Uhr im Haus der Kulturen, Lindenstraße 1, zu sehen. Das Museum zeigt auf drei Geschossen in zehn Räumen Masken aus aller Welt – nach Ländern und Erdteilen gegliedert. Im Medienraum kann man in der gut bestückten völkerkundlichen Bibliothek schmökern, Bücher ausleihen oder erwerben.

Filme über Maskentreiben und Fotoshows können am Monitor interaktiv miterlebt werden. Von alpenländischen Perchten, die heute noch in den Raunächten viele Häuser heimsuchen, reichen die Exponate über Fastnachtsgesichter aus Württemberg und Baden und bis hin zu Masken aus fremden Kulturen in Afrika, Amerika, Südamerika, Asien. Sesshafte Naturvölker stellten und stellen durch ihre Masken beispielsweise Kontakte zum Reich der Toten her, wappnen sich für eine erfolgreiche Jagd oder bitten um gute Ernte. Das Tolle am Museum: Jede der wertvollen Masken darf aufgesetzt und ausprobiert werden. Mutige Nachwuchsforscher können hoch über den Köpfen durch einen Gruselgang kriechen.

Geheimtipp: Lechfeldkaserne in Lagerlechfeld

Die Militärgeschichtliche Sammlung auf dem Gelände der Lechfeldkaserne in Lagerlechfeld ist ein Geheimtipp. Die Reise in die Vergangenheit beginnt in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die bayerischen Truppen an Österreichs Seite gegen Italien in den Kampf zogen. Über die beiden Weltkriege erstreckt sich die Sammlung bis zu moderner Technik von heute. Über das Militärgelände verteilt gibt es zudem mehrere Kampfflugzeuge aus nächster Nähe zu sehen. Aktuell laufen die Sonderausstellungen „100 Jahre Luftfahrt in Bayern“ und „70 Jahre Bombardierung von Augsburg, Lechfeld und Schwabmünchen“. Am Museumstag ist die Sammlung von 11 bis 17 Uhr geöffnet – sonst immer am ersten Sonntag im Monat. Der Zugang ist an der Hauptwache der Lechfeldkaserne. Besucher müssen unbedingt ihren Ausweis mitbringen.

Der Bunker bei der Augsburger Fuggerei rettete in der Bombennacht 1944 vermutlich 200 Menschen das Leben. Jetzt wird dort die Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau erzählt. Der enge und dunkle unterirdische Bau vermittelt ein beklemmendes Gefühl. In Schaukästen und auf Tafeln sind Dokumente und Erinnerungen aus der Zeit zwischen 1933 und 1973 zu sehen. Auf rund 100 Quadratmetern sind verschiedene Bereiche eingerichtet, unter anderem eine Hörstation. Hier schildert der damalige Fuggereiverwalter, wie er den Angriff erlebte. Weiter geht es durch verschiedene Räume, in denen die Themen Luftschutz, NS-Zeit, Bunkerbau, Fuggerei-Zerstörung, Wiederaufbau und Erweiterung dokumentiert werden. Auch einen Film mit historischen Aufnahmen gibt es zu sehen. Den Mittelpunkt der Ausstellung bildet die Fuggerei. Drumherum wird aber auch die damalige Situation der Stadt, Deutschlands und der am Krieg beteiligten Länder geschildert.

Erstes Dieselmotor-Exemplar im MAN-Museum

In Augsburg hat Rudolf Diesel seinen Dieselmotor entwickelt, der noch heute Autos, Schiffe und Lokomotiven antreibt. Das erste Exemplar dieses Motors, das zwischen 1893 und 1895 entstand, ist noch immer in der Stadt zu sehen: im MAN-Museum. Dieser Versuchsmotor ist sogar älter als die Maschine, die im Deutschen Museum in München zu sehen ist. Die Ausstellung im MAN-Museum erinnert nicht nur an die Geschichte des Dieselmotors. Sie zeigt auch Meilensteine anderer MAN-Ableger: historische Druckmaschinen der früheren Tochter Manroland, Getriebe von Renk oder Raketenbauteile von MT Aerospace. Am Museumstag ist hier der Eintritt frei. wer, gth, lig, kru

Informationen im Internet unter www.museumstag.de

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