Dienstag, 12. Dezember 2017

24. April 2016 12:00 Uhr

Augsburg

Freilichtbühnewird zumÄrgernis

Die Anwohner in der Hochfeldstraße wehren sich gegen den Umleitungsverkehr während der Aufführungen. Stadtrat Oliver Nowak beantragt, die Totalsperrung um die Bühne aufzuheben. Von Fridtjof Atterdal

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Die Anwohner der Hochfeldstraße wollen weniger Verkehr in ihrer Straße. Es gab Gespräche mit der Stadt, doch während der Freilichtbühnensaison fürchten einige wieder ein Verkehrschaos vor der Haustüre.
Foto: Annette Zoepf

Die Anwohner in der Hochfeldstraße haben die Nase voll. Seit einem Jahr kämpfen sie dafür, dass weniger Verkehr durch ihr Wohngebiet fährt – und es gab erste Gespräche mit der Stadt. Doch jetzt naht die Freilichbühnen-Saison – und damit wieder Stop-and-Go-Verkehr vor ihren Gärten. Einige Bürger wollen das nicht länger hinnehmen und haben sich zusammengeschlossen, um bei der Stadt besser Gehör zu finden.

Sebastian Schlösser hat seinen Garten direkt an der Hochfeldstraße. „Wir hatten uns eigentlich vorgestellt, hier im Sommer abends zu sitzen und bei einem Glas Wein den Tag ausklingen zu lassen“, berichtet er. Doch wenn auf der Freilichtbühne gespielt wird, sei es mit der Gartenruhe vorbei. „Wir sitzen mitten in einer Autokolonne und müssen Lärm und Abgase ertragen“, so der Anwohner. Die vergangene Sommersaison sei für Gartenbesitzer an der Straße ein Totalausfall gewesen. In diesem Jahr will man sich das nicht wieder bieten lassen. 32 Musicalaufführungen stehen diesen Sommer an. Allerdings: Der Schriftwechsel mit der Stadt in dieser Sache gestalte sich „ernüchternd“. Es werde abgewiegelt – angeblich bildeten sich die Anwohner die Verkehrsbelästigung nur ein.

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Ein heikles Thema

In den Streit hat sich nun auch Polit-WG-Stadtrat Oliver Nowak eingeschaltet, selbst Anwohner in besagtem Gebiet. Er hat bei der Stadt beantragt, die Umleitungen am Roten Tor während der Aufführungen auf der Freilichtbühne zu ändern. Es meldeten sich immer mehr Anwohner bei ihm, die über Verkehrsprobleme in der Hochfeldstraße und der angrenzenden Von-der-Tann-Straße berichteten. Dabei sei die Freilichtbühnen-Saison ein besonders heikles Thema. Für viele Anwohner seien die Belästigungen durch den massiven Autoverkehr während der Aufführungen unerträglich geworden, sagt er.

Nowak hat beantragt, die Totalsperrung um die Freilichtbühne aufzuheben und Teile des aus der Stadt kommenden Verkehrs über die Eswerwallstraße einseitig mit Tempo 20 an der Freilichtbühne vorbei zur Haunstetter Straße zu führen. „Das würde die Aufführungen nicht stören“, ist er sich sicher. Die Totalsperrung der Straße sei schon deshalb nicht mehr notwendig, weil mittlerweile keine Parkplätze mehr während der Vorstellung am Eserwall zur Verfügung stünden.

Die ausgeschilderten Umleitungen durch das Bismarckviertel sollen komplett entfallen. Diese seien laut Amtsblatt nie vorgesehen gewesen, sondern von der Stadt faktisch eingeführt worden.

Im Amtsblatt gar nicht erwähnt

Nowak weist darauf hin, dass im Amtsblatt beim Thema Freilichtbühnen-Umleitungen die Hochfeldstraße gar nicht erwähnt sei. Die Öffnung der Hochfeldstraße sei erst mit dem Königsplatzumbau erfolgt – zuvor sei der Verkehr über die Bismarckstraße geleitet worden.

Die Anwohnergruppe mit Sebastian Schlösser trifft sich seit einem Jahr regelmäßig, um über Lösungen zu beraten. Ein erster Erfolg sei eine Ortsbegehung im Oktober mit Verantwortlichen der Stadt und der Polizei gewesen, so Schlösser. Dabei habe man Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung wie Piktogramme und neue Verkehrsschilder besprochen.

„Die Stimmung war sehr konstruktiv“, erinnert er sich. Allerdings ließ die Umsetzung auf sich warten. „Ich weiß nicht, ob das das normale Arbeitstempo der Stadt ist, oder ob wir wieder nachhaken müssen“, so der Anwohner.

Es sei schon einiges geschehen, sagt Gunther Höhnberg vom Tiefbauamt. So wurde die Zone 30 in den südlichen Bereich der Hochfeldstraße ausgeweitet und mit Piktogrammen auf der Straße deutlicher hervorgehoben. Auch mit geänderten Parkregelungen wolle man den Verkehr einbremsen.

Das Thema Umleitungen zur Freilichtbühne macht ihn etwas ratlos. „Das können wir nur falsch machen“, so der Verkehrsexperte. Es gebe keine Umleitung in die Hochfeldstraße – hierher gerate nur, wer konsequent alle vorherigen Empfehlungen ignoriert. „Wenn wir die Straße sperren, ist sie ja auch für die Anwohner nicht mehr erreichbar – da werden sich sicherlich auch wieder einige beschweren.“ Die Totalsperrung vor der Freilichtbühne erfolge aus Lärmschutzgründen auf Wunsch des Theaters und habe mit den Parkplätzen nichts zu tun.

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