Und da sage noch einer, die Augsburger verstehen es nicht zu feiern. Zehntausende Besucher vergnügten sich beim Stadtfest Max 07 in Augsburg.

Und da sage noch einer, die Augsburger verstehen es nicht zu feiern. Zehntausende Besucher vergnügten sich am Samstag bis tief in die Nacht beim Stadtfest Max 07. Es herrschte Feierlaune in friedlicher Atmosphäre, die durch einige Rangeleien zu vorgerückter Stunde nicht getrübt werden konnte.
"Keine besonderen Vorkommnisse", meldete die Polizei für das gesamte Fest. Dass einige Betrunkene um weit nach Mitternacht pöbelnd durch die Straßen zogen, sei nichts Ungewöhnliches. "Das haben wir doch jede Samstagnacht", sagte am Sonntag ein Polizei-Sprecher.
Dieser unliebsame Lärm war eine der ganz wenigen unangenehmen Seiten von Max 07. Es überwog die Lebensfreude der Augsburger, die Spaß am dreitägigen Fest hatten. So sah es gestern auch Citymanager Heinz Stinglwagner in seiner Bilanz. Die City Initiative Augsburg (CIA) ist Veranstalter der Max-Feste.
Bewährt hat sich laut Veranstalter und Polizei das Flaschenverbot. War im Vorjahr die Maximilianstraße mit Glasscherben von kaputten Flaschen übersät, blieben solche Bilder dieses Jahr die große Ausnahme. Die Besucher akzeptierten klaglos die Taschenkontrollen an den Eingängen. Flaschen haben keinen Zutritt, hieß die Parole. Das Sicherheitskonzept ging auf. Wer sich auf Max 07 umsah, registrierte, dass nicht nur auf der Maximilianstraße ein dichtes Gedränge herrschte. Es war ein Fest, das nicht nur junge Leute und Partygänger anzog. Die Innenhöfe (Bürgerhof, Schaezlerpalais, Antonishof und St. Ulrich) waren stark frequentiert, sie waren die richtige Adresse für das etwas ruhigere Feiern.
Für die Macher von Max 07 passte am Abschlusstag vor allem das Wetter. Der Samstag, der als besucherstärkster Tag gilt, wurde diesem Anspruch gerecht. An Imbiss-Ständen bildeten sich lange Schlangen.
Geduld war für viele Max-Besucher beim Toilettengang angesagt. Es gibt, so die Klage, zu wenige sanitäre Einrichtungen, auch wenn die Gaststätten ihre Toiletten für die Festgäste öffneten. Stinglwagner: "Vielleicht müssen wir nächstes Jahr noch mehr Toilettenwagen einsetzen."
Bei der vierten Auflage hat das Max-Fest seine Erfolgsgeschichte fortgesetzt. Max 07 ist vorbei, es lebe Max 08. Die City Initiative Augsburg richtet den Blick bereits nach vorne. Der Termin steht. Es ist wieder das letzte Juni-Wochenende. Eine Regelung wird ebenfalls beibehalten: Einen Ausweichtermin wird es wie heuer nicht geben. "Das Wetterrisiko müssen wir eingehen", sagt Stinglwagner.
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