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25. Juni 2009 19:45 Uhr

Augsburg

Großes Ladensterben in der mamo-Galerie

Ladensterben in der Augsburger mamo-Galerie: Etliche Geschäfte haben im ehemaligen Filmpalast aufgegeben. Von Thomas Faulhaber Von Thomas Faulhaber

In der Ladengalerie "mamo" herrscht Leere. Bild: Wyszengrad

Der Gummibärchenladen: Er war einer der Ersten, der im April 2008 in die neuen Ladengalerie mamo (ehemals Filmpalast) einzog. Doch aus dem Geschäft mit den süßen Tierchen wurde nichts. Inhaberin Christin Dörsch (52) zieht eine saure Bilanz: "Ich habe 120 000 Euro verloren." Der Laden wird geschlossen. Dörsch hat sich arbeitslos gemeldet und bangt um ihre Altersplanung. Das gleiche Schicksal wie der Gummibärchenladen teilen auch etliche andere Geschäfte. Der Eigentümer verspricht nun ein neues Konzept.

"Es ist ein Trauerspiel", sagt Dörsch. Sie bemängelt ein fehlendes Konzept, kaum Werbung und damit so gut wie keine Kundenfrequenz für ihren Laden im ersten OG. Dort oben ist sie alleine. Der Teeladen hat schon dichtgemacht. In den nächsten Tagen folgt im Erdgeschoss nun auch das italienische Restaurant Il Campanile. "Das Haus war zu dunkel und wenig einladend", war dort zu hören.

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Zufrieden sind dagegen die beiden Geschäfte Strumpfecke und Bienenkorb. Sie haben ihre Stammkundschaft aus der Anna-Passage mitgebracht und sind mit der Lage direkt im Eingangsbereich zufrieden. Auf einen neuen Auftritt der Ladengalerie und zugkräftige Mieter hofft Mauro Ficotto, Chef des italienischen Restaurants Per Bacco im zweiten Obergeschoss.

Mit großem Aufwand wurde 2008 die neue Ladengalerie in der Maxstraße eröffnet. Über vier Millionen Euro wurden in Kauf und Umbau des alten Filmpalast-Gebäudes von einem Privatmann investiert. Die mamo umfasst eine Fläche von über 2000 Quadratmetern. Sie beherbergt auch eine Filiale der HypoVereinsbank.

Dass in der Vergangenheit nicht alles gut gelaufen ist und die Auswahl der Mieter nicht ganz stimmig war, bestätigt auf Anfrage auch Peter Wagner (Immobilien-Vermittlung), der nun im Auftrag des Eigentümers die Galerie neu positionieren soll. Er will das Erdgeschoss und eventuell sogar das Obergeschoss an einen Hauptmieter vergeben. Er soll aus den Bereichen "Gesundheit, Bio oder Sport" kommen.

"Es wird keinen Schnellschuss mehr geben", sagt Wagner. Das Konzept mit vielen kleinen Shops sei nicht aufgegangen. "Wir wollen, dass die mamo funktioniert", sagt er. Und Architekt Volker Schafitel? Er wünscht sich in Zukunft abgestimmte gute Events, eine gemeinsame Werbung und vor allem, dass die mamo endlich ein eigenes Profil erhält. "Das hat leider gefehlt."

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