Der Streit über die Wiederverlängerung des Postens von Eberhard Hilbich (71) als Stadtheimatpfleger geht weiter. Nachdem die CSU die Personalie ihres Parteimitglieds schnell durchdrücken wollte und die SPD daraufhin prompt einen Gegenkandidaten auftischte (AZ berichtete), wird die Entscheidung nun vertagt. Von Thomas Faulhaber
Hintergrund: Nachdem sich die alte Stadtregierung unter Peter Menacher (CSU) im Streit mit dem damaligen Heimatpfleger Jürgen Schiffler getrennt hatte, wurde der Posten in Heimatpfleger für die Bereiche Bauen (Hilbich) und Kultur (Martha Schad) aufgeteilt. Seit 2001 erhalten beide als Entschädigung für das ehrenamtliche Engagement rund 500 Euro im Monat.
Nachdem Schad so gut wie nie in Erscheinung tritt, was in Stadtratskreisen auch schon deutlich erkannt wird, konzentrierte sich zuletzt die Kritik auf Hilbich. Ihm wirft vor allem die SPD vor, er habe die "Gestaltungsmöglichkeiten nicht genutzt" und kaum ein "erkennbares Konzept" gehabt. Er habe kaum die Auseinandersetzung mit dem Baureferenten Gerd Merkle gesucht. Alles war oft nur "harmonisch", hieß es.
Der Gegenkandidat heißt Walter Bachhuber
Deshalb präsentierte die SPD mit dem Architekten Walter Bachhuber überraschend einen Gegenkandidaten. Da auch in der CSU-Fraktion offenbar der Zusammenhalt in der Sache Hilbich bröckelt, wird die Entscheidung nun auf die Zeit nach der Sommerpause vertagt. Bis dahin soll sich Bachhuber auch der CSU-Fraktion vorstellen. Über die Verlängerung des Vertrages mit Schad wurde nicht diskutiert.
Die Zeit drängt langsam. Die Amtszeit von Schad und Hilbich dauert noch bis Jahresende.
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