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Der etwas andere Blick auf Augsburg: Ab Sonntag, 26. Juli, geht das vom Gaskessel in Oberhausen aus. Dann ist das Dach des 86 Meter hohen Kessels auch für Besucher begehbar. Wer die 392 Stufen der Außentreppe erklimmt, wird mit einem außergewöhnlichen Blick über die Stadt belohnt. Von Sonja Krell
Das Bauwerk gehört zu den höchsten der Stadt und wird nur vom Ulrich, dem Hotelturm und dem UPM-Schornstein überragt. Die Aussichtsplattform ist bereits fertig, im Inneren des Gaskessels wird fleißig gewerkelt. Derzeit werden 58 Orgelpfeifen rund um ein 70 Meter langes Foucaultsches Pendel angebracht. Das Pendel macht die Erdrotation sichtbar. Und es gibt den Takt vor, in dem Töne aus den Orgelpfeifen erklingen.
Die gesamte Melodie, Bachs C-Dur Preludium, wird nicht mehr wiederzuerkennen sein, da nur alle 17 Sekunden ein Ton zu hören ist. Statt anderthalb Minuten dauert das Stück drei Stunden. "Ich möchte sinnlich erfahrbar machen, dass hier etwas passiert, was man mit bloßem Auge gar nicht sieht", erklärt Künstler Jürgen Scriba, der für die Klanginstallation verantwortlich ist. Der Eintritt ins Innere des Gaskessels ist kostenlos, der Aufstieg auf die Aussichtsplattform nur im Rahmen einer Führung möglich.
Führung Zwischen 26. und 31. Juli kann der Gaskessel kostenlos bestiegen werden, ab 1. August samstags und sonntags (14 bis 17 Uhr). Erwachsene zahlen vier Euro, es gibt Ermäßigungen.
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