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Mobilität
09.07.2018

Immer mehr Schrotträder blockieren Stellplätze

In München müssen im Jahr rund 3000 so genannte Schrotträder von der Stadt entsorgt werden. In Augsburg sind es rund 100.

Das Problem durch zurückgelassene Fahrräder nimmt in vielen Städten zu. Auch in Augsburg

Die Ketten sind verrostet, die Reifen platt oder die Lenker verbogen – Radleichen stehen oft monatelang in Bayerns Städten. Laut dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) nimmt das Problem vor allem an Bahnhöfen und anderen Haltestellen zu. „Dort werden dringend benötigte Stellplätze blockiert“, heißt es von einer Sprecherin.

Auch in Augsburg steige die Zahl der zurückgelassenen Räder, bestätigt Tiefbauamtsleiter Josef Weber. Es gebe keine genaue Erfassung, schätzungsweise müssten im Jahr aber rund hundert entfernt werden. Dabei arbeitet die Stadt mit der Polizei zusammen. Denn bevor sie Schlösser knacken darf, müssen die rechtlichen Voraussetzungen stimmen. Wenn Mitarbeiter der Stadt bei ihren Kontrollen oder nach Hinweisen mutmaßlich entsorgte Fahrräder entdecken, müssen sie diese erst einmal mit Zetteln markieren. Die Besitzer werden damit aufgefordert, ihr Eigentum innerhalb von acht Wochen selbst zu entfernen. Erst nach Ablauf dieser Frist darf die Stadt im Beisein der Polizei selbst eingreifen und die Räder zum Bauhof transportieren. Dort werden sie noch mehrere Monate eingelagert und danach je nach Zustand versteigert oder verschrottet.

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