Der Augsburger Friedensmarathon soll am 7. August 2011 seine Premiere feiern. 3000 Laufbegeisterte erhoffen sich die Initiatoren bei diesem ersten Stadtmarathon der Fuggerstadt. Mehr als 11 000 Teilnehmer konnte heuer der Marathon in der peruanischen Hauptstadt Lima verzeichnen.
Dieses Rennen wird von einem gebürtigen Augsburger veranstaltet. Er heißt Andreas Müller und wanderte vor sieben Jahren nach Südamerika aus. In Lima gründete er mit seiner peruanischen Frau Daisy Zereceda, einer ehemaligen Top-Leichtathletin, eine Sportagentur. Seitdem werden von dem Ehepaar mehrere Läufe und verschiedene andere Events organisiert, so auch der Lima-Stadtmarathon, die größte Sportveranstaltung von Peru. Er ist als studierter Sportwissenschaftler außerdem als Gastdozent an der Universität gefragt und dient dem Bürgermeister als Ratgeber in sportlichen Angelegenheiten. Das Geschäft als Marathon-Renndirektor scheint Müller bestens zu beherrschen, was in einem südamerikanischen Land mit diversen Unzulänglichkeiten nicht einfach ist. Die renommierte Vereinigung der internationalen Marathonveranstalter AIMS hat sein Rennen bereits mit ihrem Gütesiegel geadelt. Dabei ist Andreas Müller, der in Peru das Lauffieber entfacht hat, selber nicht der eingefleischte Laufsportler. Der 36-Jährige wuchs im Spickel auf, schwamm gerne und machte Judo bei der DJK Hochzoll. Schon im Alter von 13 Jahren organisierte er Badminton-, Tischtennis- und Billard-Turniere für die Pfarrjugend von St. Wolfgang. Nach seinem Sportstudium an der Augsburger Universität, bei dem ihn auch Kajakfahren und Klettern begeisterten, ging es im Jahre 2003 nach Südamerika. "Es gibt nichts Schöneres, als Menschen aus allen Alters- und Gesellschaftsklassen gemeinsam friedlich laufen zu sehen", meint er.
Die Wirtschaft und ebenso der Sport boomen in Peru. Das macht ihn zu einem gefragten Mann. Trotz allem vermisst der Augsburger seine Heimat, auch das Fußballspiel auf den Spickelwiesen unweit seinem Elternhaus und den Dauerlauf durch den angrenzenden Siebentischwald.
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