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07. Oktober 2011 00:06 Uhr

SOS-Familienzentrum

Jason ist der König der Schaukel

Der neue Spielplatz ist speziell für ein- bis vierjährige Kinder gebaut worden Von Carlo van Eckendonk

Der kleine Jason jedenfalls ist begeistert: Die Vogelnest- oder Sitzschaukel auf dem neuen Spielplatz des SOS-Kinder- und Jugendhilfezentrums scheint ganz nach seinem Geschmack. Seine Oma bietet noch ein wenig Hilfestellung.
Foto: Andreas Lode

Hochfeld Jetzt gibt es einen Spielplatz, der speziell für ein- bis vierjährige Mädchen und Jungen gebaut wurde. Helmut Kast, Leiter der SOS-Familien- und Jugendhilfe, und seine Kollegen haben letzten Freitag den Spielplatz offiziell eingeweiht und eröffnet. Dabei gab es ein Rahmenprogramm für Groß und Klein am Vereinsheim. Die Mitarbeiterinnen der SOS-Familien- und Jugendhilfe betreuen im Hochfeld Kinder von Eltern, die durch Krankheit, Beruf oder Partnerschaft zu sehr belastet sind, um sich selber um die Erziehung zu kümmern.

Hinter dem Vereinsgebäude an der Von-Parseval-Straße 23 befindet sich nun eine Kletter- und Krabbelburg mit Rutsche, ein Sandkasten mit einem Schattendach, ein Bodentrampolin, ein kleines Holzhäuschen, eine Schreib- und Zeichentafel und eine robuste Sitzschaukel. Hier können sich die Jungen und Mädchen jetzt austoben. Finanziert wurden die einzelnen Geräte von Sponsoren.

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Nach der Arbeit spielen

Viele Mütter sind begeistert. „Das ist ein kleinkindgerechter Spielplatz, den gibt es hier nicht überall“, findet Timea Neusser. Sie will nun regelmäßig mit ihrer Tochter Marisol hier herkommen. Auch Jasmin Wagner freut sich für ihre fast zweijährige Tochter Alya: „Ich habe mich überraschen lassen“, sagte sie. Jetzt möchte sie mit Alya immer nach der Arbeit herkommen – so lange natürlich das Wetter passt. Ein Dreivierteljahr haben die Handwerker an den einzelnen Spielgeräten gebaut. „Den ganzen Aufbau über wurden wir von den Müttern gefragt, wie lange es noch zur Eröffnung dauern werde. Aber aufgrund der Sicherheitsauflagen mussten sie sich gedulden“, erzählt SOS-Mitarbeiterin Elisabeth Dirr. SOS-Leiter Helmut Kast und seine Mitarbeiter hatten sich lange Zeit überlegt, was sie mit der großen Wiese hinter dem Gebäude machen sollten. Bis jemand den Einfall hatte, für die vielen Kleinkinder einen Spielplatz zu bauen, erzählt Kast. Bisher fehlte es im Hochfeld an Spielplatzgeräten für ein- bis vierjährige Mädchen und Jungen, die ihrer Größe entsprechen und somit ungefährlich sind.

Auch Kast hat als Erwachsener eine wahre Freude mit den Geräten. Er setzte sich bei der Eröffnung selbst in die Sitzschaukel, die bis zu 300 Kilogramm trägt. „Die hat schon eine fünfköpfige Familie auf einmal getragen, wie mir ein Handwerker erzählt hat“, sagte der Leiter. Er ist zuversichtlich: „Ich finde den Spielplatz sehr gelungen und denke, es wird den Kindern Spaß machen.“

Armut bekämpfen

Die Spielburg, das Trampolin oder die Holzhütte wurden nicht nur für die Kinder gebaut, die im SOS-Kinderdorf von Erzieherinnen betreut werden: Alle Mädchen und Jungen, die mit ihren Eltern während der Öffnungszeiten vorbeischauen wollen, können sich hier austoben.

Die SOS-Familien- und Jugendhilfe im Hochfeld gibt es seit 2010. Seither ist die Ausrichtung der Jugendwohngemeinschaft auf Kleingruppensetting. Derzeit arbeiten über 50 Mitarbeiter bei der SOS-Familien- und Jugendhilfe in Augsburg. 35 Kinder und Jugendliche werden dort stationär und rund 75 Familien ambulant betreut. Hier werden auch alleinerziehende Mütter unterstützt, die Bildungschancen von Kindern verbessert, die Armut bekämpft und die Integration gefördert.

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