Dienstag, 12. Dezember 2017

27. Januar 2014 00:32 Uhr

Konzert II

Jazz wie von Hitchcock

Jesse van Ruller dehnt und verkürzt an der Gitarre die Zeit Von Eric Zwang-eriksson

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Jesse van Ruller trat am Freitag gemeinsam mit den Augsburger Trio Three for Jazz im Augustanasaal auf.
Foto: Zwang-Eriksson

Im November war das Trio Three for Jazz erstmals mit seinem außergewöhnlichen Konzept in Erscheinung getreten. Die drei jungen Musiker haben es sich zur Aufgabe gemacht, stetig wechselnde Gäste einzuladen, gemeinsam Stücke zu erarbeiten, um dann auf Tour zu gehen.

Kaum zwei Monate später hat das Trio am vergangenen Freitag seine erste Kollaboration im Rahmen der vom Jazzclub Augsburg konzipierten Konzertreihe Live at the Jazzclub im Augustanasaal präsentiert.

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Nur wenigen dürfte der Name Jesse van Ruller hierzulande etwas sagen. In den USA aber hat der holländische Gitarrist bereits für Wirbel gesorgt, hat in Washington den begehrten Thelonious-Monk-Wettbewerb gewonnen und war bereits zwei Mal für den Bird Award des North Sea Jazz Festivals nominiert.

Jesse van Ruller ist eine Ausnahmeerscheinung der europäischen Jazzszene. In seinen Kompositionen spiegelt er seinen eigensinnigen Gitarrenstil eins zu eins wider. Komplex sind sie und voller Irreführungen. Wie ein Hase auf der Flucht, der sein Terrain genau kennt, schlagen Rullers Melodielinien Haken, deuten eine Richtung an, um im nächsten Moment einen anderen Weg einzuschlagen.

Und so wurde auch in Augsburg das Zuhören spannend wie ein Hitchcock-Klassiker. Zwei Welten prallten aufeinander. Auf der einen Seite der Ausnahmegitarrist Jesse van Ruller mit seiner unnachahmlichen Art, die Zeit nach Belieben zu dehnen und zu verkürzen, auf der anderen Seite das Trio Three for Jazz mit Jan Kiesewetter (Saxophone), Johannes Ochsenbauer (Kontrabass) und Tilman Herpichböhm (Schlagzeug), das homogen miteinander kommunizierte, mit verzweigten Spannungsbögen agierte und dem Surrealismus des Holländers auf seine Art Paroli bot.

War es auch eine Freude, dem Quartett bei den wenigen Jazz Standards zuzuhören, gaben die Eigenkompositionen des Niederländers den Ton an. Und der fand im finalen „Circles“, das Steve Coleman auf die Cutting Technique von William S. Burroughs treffen ließ, seinen krönenden Abschluss.

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