Die Zukunft des Manroland-Standortes scheint gesichert, da gibt es bereits zwei neue Krisenherde: Bei Osram und beim Waschanlagenbauer WashTec stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel. Von Monika Schmich

Wie die IG Metall gestern mitteilte, hat der Vorstand des Waschanlagenherstellers WashTec inzwischen beschlossen, Betriebsteile nach Tschechien zu verlagern. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass in Augsburg dadurch gut 60 Arbeitsplätze verloren gehen. Eine Stellungnahme des Unternehmens war gestern nicht mehr zu erhalten. Bereits seit Längerem wurde über die Verlagerung spekuliert. In Augsburg beschäftigt WashTec 400 Mitarbeiter.
Auch am Augsburger Osram-Standort könnten Stellen wegfallen. Wie berichtet, plant das Unternehmen, in Deutschland 1050 Arbeitsplätze zu streichen. „Wir haben den Eindruck, dass der Personalabbau die Standorte betrifft, die traditionelle Produkte herstellen“, erklärte IG-Metall-Vertreter Roberto Armellini gestern. Er zählt dazu neben Berlin, wo 400 Stellen gestrichen werden sollen, Eichstätt und Augsburg. In Eichstätt werden vor allem Produkte für die Automobilindustrie hergestellt, das Werk dort sei „wahnsinnig ausgelastet“, so Armellini. „Wir haben daher die Sorge, dass Augsburg betroffen sein könnte.“ Das Unternehmen will Anfang Februar weitere Informationen geben. monik
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