Dienstag, 26. September 2017

10. April 2017 15:38 Uhr

Augsburg

Junggesellenabschied endet blutig: Schlag mit Eisenkette

Sie feierten einen Junggesellenabschied: Eine Gruppe von jungen Männern wurde zu später Stunde attackiert. Es ist nicht die einzige Gewalttat am Wochenende.

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Sie feierten einen Junggesellenabschied: Eine Gruppe von junget Männer wurde zu später Stunde attackiert. Es ist nicht die einzige Gewalttat am Wochenende.
Foto: Alexander Kaya (Symbol)

Die Vielzahl der Gewaltdelikte am Wochenende im Augsburger Stadtgebiet fällt auf: In ihrem Pressebericht vom Sonntag hatte Polizei bereits einige Schlägereien und Attacken rund um die Maximilianstraße aufgelistet, die sich über das Wochenende zugetragen hatten. Weitere teils brutale Übergriffe wurden dann auch noch zu späterer Stunde am Sonntag von den Beamten aufgenommen. Blutig endete zudem ein Junggesellenabschied von jungen Männern aus der Nähe von Ansbach, die von Unbekannten getreten und darüber hinaus mit einer Eisenkette geschlagen wurden.

Die Tat passierte in der Nacht auf Sonntag gegen 1.30 Uhr am Moritzplatz. Dass die Ermittlungen gegen die flüchtigen Angreifer mit Verspätung begannen, lag vor allem daran, dass die Augsburg-Ausflügler die Schlägerei erst am nächsten Tag auf einer Polizeidienststelle in Mittelfranken anzeigten. Sie fuhren zunächst  zurück in die Heimat.

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Faustschlag ins Gesicht

Was erschrecken lässt, ist die im Pressebericht geschilderte Brutalität der Auseinandersetzung. In den Abendstunden hatten sich die jungen Männer in der Innenstadt vergnügt, um dort den Junggesellenabschied eines Freundes zu feiern. Gegen 1.30 Uhr wurde die Gruppe im Bereich Moritzplatz von vier unbekannten Männern angesprochen und provoziert. Nach einem kurzen Wortwechsel schlug einer der Unbekannten einem 25-jährigen unvermittelt mit der Faust ins Gesicht, sodass dieser zu Boden ging. Auch als der Mann schon am Boden lag, schlug der Unbekannte weiter auf den 25-Jährigen ein und versetzte ihm laut Angaben von Zeugen auch Fußtritte gegen den Kopf. Als ein Freund dem 25-Jährigen zu Hilfe kommen wollte, wurde er aus der Gruppe der Täter mehrfach mit einer Metallkette geschlagen und leicht am Rücken verletzt. Der 27-jährige Bräutigam versuchte noch die Täter mit seinem mitgeführten Smartphone zu fotografieren, wurde aber daraufhin ebenfalls von einem der Täter mit einer Eisenkette ins Gesicht geschlagen. Danach nahmen die Täter dem Geschädigten das Smartphone gewaltsam ab und flüchteten zu Fuß in unbekannte Richtung.

Opfer: Zwei Täter hatten Ketten

Der 27-Jährige erlitt durch die Schläge deutliche Verletzungen im Gesicht. Die Geschädigten flüchteten in einen Linienbus, der in diesem Moment am Moritzplatz einfuhr und zeigten den Angriff erst im Laufe der späteren Stunden bei ihrer Heimatdienststelle in Mittelfranken an. Die Männer schilderten übereinstimmend, dass mindestens zwei der Täter mit Eisenketten bewaffnet waren. Alle Angreifer wurden von den Geschädigten als südländisch beziehungsweise arabisch aussehend beschrieben. Eine detailliertere Personenbeschreibung der Täter liegt nicht vor.

Der Moritzplatz war am Sonntag ein weiteres Mal Schauplatz einer tätlichen Auseinandersetzung. Gegen 18 Uhr saßen drei junge Männer auf einer Bank an der Haltestelle, als fünf unbekannte Männer an ihnen vorbeiliefen und einen Streit provozierten. Unvermittelt trat einer der Unbekannten, so die Polizei, einem auf der Bank sitzenden 20-jährigen Mann mit dem Fuß ins Gesicht, sodass dieser zu Boden fiel. Drei weitere Täter schlugen daraufhin gemeinsam auf einen 22-jährigen Freund des Angegriffenen ein. Dem dritten Opfer, einem 20-jährigen Mann, wurde durch einen der Täter der Ohrring herausgerissen. Alle drei Männer erlitten leichte Verletzungen. Nach dem Angriff flüchtete die Tätergruppe in Richtung Philippine-Welser-Straße. Die Polizei spricht davon, dass auch diese Tätergruppe dem arabisch-syrischen Raum zuzuordnen sein dürfte.

Kopfstoß am Königsplatz

Näher geklärt sind dagegen die Nationalitäten von zumindest zwei Männern, die am Sonntag gegen 23.50 Uhr am Königsplatz aneinandergerieten. Mehrere Personen hatte die Polizei alarmiert. Vor Ort trafen die Beamten Zuwanderer unterschiedlicher Nationalität an. Zeugenaussagen zufolge hatte ein 25-jährige Syrer während eines Streitgesprächs einem 24-jährigen Marokkaner einen Kopfstoß ins Gesicht versetzt und anschließend mit einem Gürtel auf diesen eingeschlagen. Hierdurch erlitt der Mann leichte Verletzungen. Daraus resultierte letztlich eine Schlägerei zwischen diesen beiden Personen.

Laut derzeitigem Ermittlungsstand hat ein bislang unbekannter Begleiter des Syrers während der Auseinandersetzung ein Messer gezogen und dieses drohend in Richtung des 24-jährigen Marokkaners gehalten. Dieser Mann hatte sich jedoch bis zum Eintreffen der Polizei entfernt.

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Ein Artikel von
Michael Hörmann

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