Der Ersatzfahrplan läuft bisher stabil. Die Stadtwerke bessern an zwei Haltestellen nach.

Das erste Fazit nach zehn Tagen Ersatzfahrplan fällt positiv aus: Die Stadtwerke sind rundum zufrieden mit dem öffentlichen Nahverkehr, der seit 35 Jahren erstmals ohne den Königsplatz in seiner bekannten Form auskommen muss. „Einige Linien wie die 64 fahren sogar stabiler als vorher“, sagt Tobias Harms, Leiter des Fahrbetriebs. Denn früher teilten sich zwei Straßenbahnen wie die Linien 6 und 3 eine Haltestelle am Königsplatz und behinderten sich teilweise gegenseitig. Das fällt heute dank der versetzten Haltestellen an den neuen Umschlagplätzen Rotes Tor, Moritzplatz und Manzù-Bogen weg.
Verbesserungsbedarf gibt es aber trotzdem. Zum einen wird heute der Bahnsteig Nord an der Viktoriastraße in Betrieb genommen. Damit hält die Linie 3 künftig nicht mehr nur an der Prinzregentenstraße, sondern direkt vor dem Bahnhof. Außerdem möchten die Stadtwerke an zwei Haltestellen nachjustieren. An der Haltestelle Königsplatz O in der Bürgermeister-Fischer-Straße (neben dem neuen Infozentrum der Stadtwerke) sammeln sich die wartenden Menschen meist um einen Punkt, der vor der eigentlichen Haltestelle liegt. Der Effekt: Die Tram fährt an den Wartenden vorbei und hält erst weiter vorne vor dem Modehaus K&L. Daher werden die Stadtwerke auch dort mit Häuschen, Mülleimer und Möblierung optisch den Eindruck einer Haltestelle erzeugen.
Ähnliches gilt für die Haltestelle Moritzplatz B in der Bürgermeister-Fischer-Straße (vor dem Rossmann). Auch dort versammeln sich die Fahrgäste meist auf dem Podest, obwohl man auch in dem Bereich davor zusteigen kann. Hier wollen die Stadtwerke gelbe Markierungen auf dem Boden anzubringen, damit klar wird, welche Fläche alles zur Haltestelle gehört.
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