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28. Oktober 2011 08:00 Uhr

Augsburg

Kongresshalle: Der Klassiker in neuem Licht

Hinter vorgehaltener Hand hätten viele Augsburger die Kongresshalle lieber zum Abriss frei gegeben. Doch die Sanierung läuft auf Hochtouren und das künftige Konzept steht. Von Julia Ahlert

Hinter vorgehaltener Hand hätten viele Augsburger die Kongresshalle lieber zum Abriss frei gegeben. Lieblos behandelte man das Schmuckstück bisher, sagt ihr Geschäftsführer Götz Beck. Das soll sich ändern.

Im Frühjahr 2010 begann die Sanierung. Jetzt stellten Götz Beck und Architekt Gerhard Tham die Fortschritte und das künftige Konzept vor. Das Gute bewahren und hervorheben, das Schlechte beseitigen – so kann man die Vorgehensweise beschreiben. „Kongress am Park“ lautet er Name, der in Zukunft die Besucher anlocken soll.

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Bautechnisch bedeutete es viel Arbeit und Geld. Die veraltete Sicherheitstechnik hatte zur Schließung der Kongresshalle geführt. Mittlerweile sind eine Sprinkleranlage und eine Rauchabsauganlage installiert. Zusätzliche Türen in den Räumen sorgen für Fluchtmöglichkeiten. Dank dieser Verbesserungen können sich ungefähr 3500 Personen innerhalb des Gebäudes aufhalten. Zudem wurde der Energieverbrauch um 70 Prozent gesenkt.

Beck schwärmt von der Architektur und dem Sichtbeton sowohl außen als auch innen. Auch die breite Fensterfront bleibt, wie sie ist, allerdings mit Doppelfenstern. Die Lichtskulptur verziert die Decke mit Halogenlampen statt Glühbirnen. Generell spielt Licht eine wichtige Rolle, gerade um den Beton zu unterstreichen. Je nach Veranstaltung kann eine andere Lichtatmosphäre geschaffen werden.

Im Herzstück des Kongresszentrum, der großen Halle, verlegen Arbeiter gerade den Parkettboden. Hier hatten besonders die musikalischen Veranstalter die schwierige Akustik des Raumes kritisiert. Da der Raum ungünstig geschnitten ist, ist die Lösung eine elektronische Akustikanlage. Die Orgel, die einen Wert von über zwei Millionen hat, ist beschädigt und die Reparatur nicht im Etat. Benefizkonzerte sollen die Kosten einspielen.

Die Parklounge und das Restaurants kehren in neuem Gewand und mit neuem Namen zurück. Feinkost Kahn hat ein Konzept entworfen, das nun auch den Biergarten miteinschließt. Der Klub lädt, in der Tradition der 1970er Jahre, in Gold, Schwarz und Weiß, zum Essen, Trinken und Feiern.

Die Eröffnung ist für den 3. Mai 2012 vorgesehen, am 4. Mai ist das erste Konzert eingeplant.

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