Montag, 20. November 2017

05. März 2010 06:22 Uhr

Kraftwerkspläne: Etappensieg für Eon

Die Pläne für den Schutz der Lechstrecke im Naturschutzgebiet Augsburger Stadtwald sorgen weiterhin für Zündstoff. Während sich Bürger, Verbände und Politiker vor Ort für eine Renaturierung des Flussabschnitts aussprechen, hält der Energieriese Eon Wasserkraft an seiner geplanten Anlage auf der Höhe von Kissing fest. Von Flora Anna

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Ein Interessenkonflikt, bei dem der Konzern nun einen Etappensieg errungen hat: Gestern scheiterten Grüne und SPD mit einem Antrag, hinter dem auch die Augsburger CSU steht, vor dem Umweltausschuss des bayerischen Landtages in München. Darin hatten sie gefordert: kein Wasserkraftwerk im Naturschutzgebiet. Das lehnten CSU und FDP im Landtag ab.

Auf der Linie seiner Fraktion war auch der Augsburger CSU-Landtagsabgeordnete und Stadtrat Johannes Hintersberger. Das Mitglied des Umweltausschusses ist auch stellvertretender Vorsitzender der Augsburger CSU. Diese hatte sich erst Mitte Dezember klar gegen das geplante Kraftwerk ausgesprochen. Gestern erklärte Hintersberger nun: "Naturschutz und CO2-freie Energiegewinnung schließen sich nicht aus". Es müsse nun geprüft werden, ob sich beides durch innovative technologische Entwicklungen verbinden lasse.

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Eine Position, die bei der Augsburger Abgeordneten Christine Kamm (Grüne) für wenig Begeisterung sorgte: "Diese Techniken kenne ich nicht", sagte sie.

Sie kritisierte nicht nur, dass Hintersberger mit solchen Aussagen von der Position der eigenen Partei in Augsburg abweiche. Auch die Bevölkerung lehne einen Ausbau des Lechs auf der Strecke zwischen Staufstufe 23 und dem Hochablass ab, sagte Kamm. Im Gegenteil: Die Menschen wünschten sich in diesem Bereich eine Renaturierung des Flusses. Zudem, so Kamm, handle es sich bei der geplanten Anlage von Eon nicht um innovative ökologische Technik, sondern um ein konventionelles Kraftwerk.

Unter dem Stichwort "Licca liber - der freie Lech" bringt das Wasserwirtschaftsamt derzeit Pläne für einen groß angelegten Umbau des Flusses an den Start. Dabei geht es um den Schutz der vom Aussterben bedrohten Flora und Fauna sowie um Fragen des Hochwasserschutzes und der Trinkwasserversorgung.

Denn ähnlich wie früher bei der Wertach gräbt sich der Lech immer tiefer in sein Flussbett ein. Das kann sich sogar auf die Trinkwasserversorgung auswirken (wir berichteten). Die Umbaupläne für den Fluss kollidieren aber mit den Absichten der Eon Wasserkraft. Wegen der Höhenunterschiede durch Sohlschwellen ist und bleibt der Lech besonders attraktiv für die Energiegewinnung.

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