Derzeit gibt es im Augsburger Westen noch zwei Polizeiinspektionen: in Pfersee und Oberhausen. In beiden Stadtteilen hoffen die Bürger, dass bei der längst beschlossenen Zusammenlegung ihr Stadtteil weiterhin Standort für ein Revier bleibt. Dieser Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen: Nach den Plänen von Polizeichef Gerhard Schlögl soll die Großinspektion West nach Kriegshaber verlegt werden. Für sehr geeignet hält er das Gelände der ehemaligen Reese-Kaserne, und zwar entweder an der Ulmer- oder der Bgm.-Ackermann-Straße.
Noch kein Gebäude ausgewählt
Wie Schlögl auf Anfrage sagte, sind von dem Reese-Standort alle zu betreuenden Stadtteile gut zu erreichen. Ein weiteres Plus sei die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Noch steht nach den Worten des Polizeichefs nicht fest, ob die Beamten in einen Neubau oder in eine bestehende Immobilie ziehen. So hänge auch die Geburtsstunde der Inspektion West davon ab, wie schnell sich ein geeignetes Objekt beziehungsweise ein Grundstück finden lässt. „Auf jeden Fall nicht vor 2013“, so Schlögl.
Vier Reviere bleiben in der Stadt übrig
In dem neuen Großrevier werden rund 100 Beamte für insgesamt 80000 Bürger in Kriegshaber, Oberhausen, Pfersee sowie im Bärenkeller und in der Nachbarstadt Stadtbergen zuständig sein.
Damit gibt es in Augsburg künftig nur noch vier Inspektionen gegenüber acht zu Beginn des Jahrtausends. Zunächst wurden die Innenstadtreviere (St. Max und Rathaus) zur Inspektion Mitte in der Frölichstraße zusammengelegt. Dann schluckte die Inspektion Süd in der Gögginger Straße die Dienststellen in Haunstetten und der Friedberger Straße. Bestehen bleibt in seiner bisherigen Form lediglich das Revier in Lechhausen.