Wieder einmal wurden russischstämmige Mitbürger am Wochenende Opfer von sogenannten Schockanrufen. Die Täter erbeuteten einen vierstelligen Betrag.

Unbekannte Täter haben laut Polizei am Samstagvormittag mit der Masche der sogenannten Schockanrufe einen niedrigen vierstelligen Betrag erbeutet. Zwei 13 und 15-jährige Jugendliche aus dem Uni-Viertel erhielten einen Anruf von einem russisch sprechenden Mann. Er teilte ihnen mit, ihre Mutter läge im Krankenhaus und benötige dringend Geld für eine Operation. Noch während des Telefonats suchte eine Frau die beiden Jugendlichen auf und ließ sich einen niedrigen vierstelligen Geldbetrag übergeben. Anschließend fuhr sie mit einem Taxi davon. Wie sich später herausstellte, war die Mutter der Betrugsopfer wohlauf.
Wie die Beamten weiter mitteilen, erhielten am Samstag fünf weitere Personen im Stadtgebiet Anrufe von russisch sprechenden Personen, die jeweils eine Notlage eines engen Familienangehörigen vortäuschten. Die Betroffenen reagierten aber jedes Mal richtig, indem sie angaben, kein Bargeld im Haus zu haben oder sich direkt vergewisserten, dass die Angehörigen wohlauf sind. Somit konnten die Täter in diesen Fällen kein Geld erbeuten.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass Kosten für Krankenhäuser oder Ärzte niemals sofort und in bar von zuhause aus bezahlt werden müssen. Auch ausländische Botschaften, die in diesem Zusammenhang schon als Vorwand für Betrügereien genutzt wurden, holen in keinem Fall Bargeld bei Betroffenen ab.
Betroffene können unter www.polizei-beratung.de oder bei jeder Polizeidienststelle Verhaltenshinweise abfragen. In den konkreten Fällen vom Samstag nimmt die Kripo Augsburg Hinweise unter der Nummer 0821/323 3810 entgegen. shf
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren