Samstag, 25. März 2017

27. August 2008 21:50 Uhr

Lauter Hilferuf aus dem Klinikum

Schwabens größtes Krankenhaus ruft um Hilfe. Mit einer gemeinsamen Demonstration machen Vorstand und Personal am kommenden Dienstag auf die finanziellen Nöte des Klinikums aufmerksam. Dieses "leidet unter nicht mehr länger zumutbaren Rahmenbedingungen", so der Alarmruf von Martin Sailer (CSU). Der Augsburger Landrat ist Vorsitzender des Verwaltungsrates des Hauses, das Stadt und Kreis Augsburg tragen.

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Noch deutlicher werden Klinikumsvorstand Anselm Berger und Personalratsvorsitzende Hildegard Schwering in einer gemeinsamen Erklärung. Aufgrund der Sparzwänge seien in den vergangenen Jahren viele Stellen nicht mehr besetzt worden, das verbleibende Personal musste die Lücken stopfen. "Die Sparpolitik wird auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen." Die Auswirkungen des Spardiktats sollen am kommenden Dienstag, 2. September ab 10 Uhr, vor dem Klinikum der Bevölkerung vor Augen geführt werden. Um 14 Uhr ist eine Kundgebung geplant.

Die Augsburger Demo ist Teil einer bundesweiten Protestbewegung. Dem Aktionsbündnis "Rettung der Krankenhäuser" gehören Gewerkschaften, Städtetag und kommunale Arbeitgeberverbände an. An einer Demonstration Ende Juli in Regensburg nahmen 150 Klinikumsmitarbeiter teil, auch zur zentralen Kundgebung nach Berlin am 25. September wollen die Augsburger fahren.

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Der Protest richtet sich gegen die Bundesregierung. Sie gesteht den Krankenhäusern seit fünf Jahren nur minimale Einnahmensteigerungen zu, 2008 steigt das Budget um gerade einmal 0,14 Prozent. Steigende Löhne, Energiekosten oder Arzneimittelpreise lassen sich damit allen Sparbemühungen zum Trotz nicht auffangen. In diesem Jahr soll das Defizit des Augsburger Großkrankenhauses auf fast 20 Millionen Euro steigen, 2009 könnten es sogar 30 Millionen sein. Bezahlen müssen dies Stadt und Landkreis Augsburg.

Bei Beträgen dieser Größenordnung schwappt die finanzielle Misere des Krankenhauses auf die beiden Kommunen über. Sie haben sich deshalb in einer gemeinsamen Resolution mit den Wirtschaftskammern an Ministerpräsident Günther Beckstein gewandt und um Hilfe gebeten. Kernsatz des Schriftstücks: Stadt und Kreis können die finanziellen Belastungen nicht alleine schultern.

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