Samstag, 23. September 2017

13. Juli 2010 22:35 Uhr

Lechallianz legt Forderungen vor

Mit welchen Fragen muss man sich befassen, wenn der Augsburger Lech naturnah umgebaut werden soll? Ein Wunschkatalog dazu liegt jetzt vor. Er stammt von der Lechallianz, einem Zusammenschluss aus Vereinen und Verbänden, die für eine Renaturierung des Flusses kämpfen. Adressaten sind das bayerische Umweltministerium, die Stadt Augsburg und das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth. Von Eva Maria

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Das Wasserwirtschaftsamt hat eine Studie zur Renaturierung des Flusses im Naturschutzgebiet Stadtwald in Auftrag gegeben. Hintergrund ist der umstrittene Antrag von Eon, ein neues Wasserkraftwerk mitten im Naturschutzgebiet Stadtwald zu bauen - ein Projekt, das Probleme für einen späteren naturnahen Umbau des Lechs bringen könnte. Die Lechallianz hat nun insgesamt sieben Forderungen formuliert, die aus Sicht des Naturschutzes bei der neuen Studie eine Rolle spielen sollten.

Auen Untersucht werden soll eine weitest mögliche Anbindung der ehemaligen Lechauen an das "Wasserregime" des Lechs, und zwar durch Rückversetzung der Dämme.

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Verbauungen Geprüft werden soll weiter, Längsverbauungen entlang des Flusses aufzulösen und das Flussbett aufzuweiten. Argument: Durch seitliche Erosion an den Ufern könne der Fluss fehlenden Kies einbringen. Eine Quervernetzung zur Aue und den Seitengewässern sei wieder möglich.

Schwellen Weiter soll untersucht werden, ob die bestehenden sechs Stützschwellen im Lech zwischen Hochablass und Lechstaustufe 23 beseitigt werden können, ohne dass es negative Auswirkungen aufs Grundwasser hat.

Fische Eine fischereibiologische Untersuchung soll das Ziel haben, optimale Verhältnisse im Fluss für die Fischfauna zu schaffen. Besonders berücksichtigt werden sollten aus Sicht der Lechallianz gefährdete Arten wie der Huchen.

Natur Gefordert wird eine naturschutzfachliche Untersuchung mit dem Ziel, Lebensraumtypen zu optimieren, welche von der Flussdynamik abhängig sind.

Kraftwerk Weitere Wünsche sind Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur und eine Bewertung, welchen Einfluss das geplanten Wasserkraftwerk auf die Renaturierung des Lechs hat.

"Wir hoffen, dass alle diese Punkte in die Studie einfließen", sagt Günther Groß, einer der Lechallianz-Sprecher. Umweltminister Markus Söder habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Anregungen zum Thema erwünscht seien. Die Initiative treibt auch eine andere Sorge um: "Wir hören wir immer wieder, dass es äußerst wichtig ist, dass die Stadt Augsburg mit allem Nachdruck auf der Renaturierung des Lechs besteht", so Groß. Eine Resolution des Stadtrats werde nicht ausreichen, um den nötigen Druck zu erzeugen.

Die Lechallianz verweist auf das Vorbild Österreich. Dort werden regelmäßig ähnliche Vorhaben mit Mitteln für Europäische "Life-Projekte" finanziert. Zwischen 1995 und 2009 waren es 40 Naturprojekte für insgesamt 125 Millionen Euro, davon 20 mit Flussumbauten. Bei all diesen Vorhaben müssen die Projektträger allerdings einen Eigenanteil beisteuern. Das wäre auch in Augsburg der Fall.

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Eva-Maria Knab

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