Donnerstag, 29. Juni 2017

28. November 2016 00:34 Uhr

Konzert

Locker vom Hocker

Alexander Stewarts Auftritt im Augsburger Jazzclub machte klar: Mit dieser Stimme ist künftig zu rechnen Von Eric Zwang Eriksson

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Allein der Anblick des im schicken Flanellanzug steckenden Sunnyboys ließ die Herzen der weiblichen Besucher des Konzertes bereits höher schlagen. Die Herren der Schöpfung mögen da etwas länger gebraucht haben, um an dem britischen Gesangstalent Alexander Stewart Gefallen zu finden. Doch auch sie erlagen schließlich dem smarten jungen Vokalisten und seiner samtenen Stimme, die treffsicher über stilistische Hürden hechtete, während die von hochkarätigen Musikern besetzte Band die Wandlungsfähigkeit ihres Frontmanns kongenial stützte.

Erst 28 Jahre jung, gilt der Sänger, der jüngst sein drittes Album „I Thought About You“ veröffentlicht hat, bereits als neue Hoffnung des britischen Vocal Jazz. Zu Recht, wie sein Konzert im Augsburger Jazzclub eindrucksvoll bewies. Hohe Entertainer-Qualitäten auf der einen, musikalische Offenheit auf der anderen Seite ließen den zweistündigen Event, den Stewart zelebrierte, zu einem kurzweiligen und doch gehaltvollen Erlebnis werden. Lustvoll flirtete er mit seinem Publikum, während er sich in Dean-Martin-Manier locker auf dem Barhocker neben dem Flügel präsentierte. Fehlte nur noch das Whiskyglas.

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Jazz im traditionellen Sinne indes war das nicht, was Alexander Stewart und seine hervorragend aufspielenden Mitstreiter da präsentierten. Und das war gut so, hauchte es dem altbackenen Vocal Jazz doch so einiges an Frische ein. Allein das Repertoire des Quintetts, das von Stevie Wonders „Part Time Lover“ über Dusty Springfields „The Look Of Love“, Paul Simons „Fifty Ways To Leave Your Lover“ und Etta James’ „I Just Want To Make Love To You“ bis zu Blondies „Call Me“ reichte, wies auf den modernen Zugang hin, der auch in den Arrangements und dem frechen Umgang der Instrumentalisten mit dem ursprünglichen Material überzeugenden Ausdruck fand. Großartig in diesem Zusammenhang die Verschmelzung von Santanas „Oye Como Va“ und „Baby You Can Drive My Car“ der Beatles.

Die wenigen eigenen Kompositionen des Bandleaders, die sich in das Programm des anspruchsvollen Abends schlichen, taten ihr Übriges zum perfekten, stilvollen Entertainment eines Sängers, der sich auf den Weg gemacht hat, den Jazz zu erobern.

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Augsburg | Santana | Stevie Wonder

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