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14. Januar 2010 22:00 Uhr

MT Aerospace hofft auf neue Trägerrakete

Beim mittelständischen Technologieunternehmen MT Aerospace plant man voraus: "Am 4. Februar findet bei der EU ein wichtiges Gespräch im Bereich Raumfahrttransport statt. Wir hoffen, dass sich Deutschland und Frankreich dann an die Spitze setzen und für die nächste Generation der Ariane-Rakete starkmachen", sagen Walter Köppel und Hans J. Steininger vom Vorstand. Von Christian Mühlhause

MT Aerospace hofft auf neue Trägerrakete
Foto: ALFA

Eine positive Entscheidung sichere am Standort Augsburg Jobs für 30 bis 40 Jahre, sagte Köppel. Raumfahrt sei ein langfristiges Geschäft: Die Ariane-5-Rakete wird seit 1985 produziert und voraussichtlich noch bis 2020 hergestellt. Hierfür liefern die Augsburger seit vielen Jahren Baugruppen.

Ob das Nachfolgermodell tatsächlich kommt, entscheidet die Europäische Weltraumbehörde nach dem Willen Frankreichs 2011. Es sei aber wichtig, so Köppel, sich jetzt schon gut aufzustellen, "weil die richtungsweisende Arbeitsteilung in der Studienphase festgelegt wird".

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Auf Aufträge hofft MT Aerospace auch beim europäischen Satelliten-Navigationssystem "Galileo". Das Mutterunternehmen der Firma, OHB Technology, erhielt Anfang des Monats den Zuschlag von der EU-Kommission für den 566 Millionen Euro großen Auftrag über 14 Satelliten. "Wir bemühen uns um Zuschläge für die Tanks und Strukturkomponenten", so Köppel.

MT Aerospace war in den vergangenen Jahren auf Wachstumskurs. Der Umsatz wuchs seit 2005 von 85 auf 125 Millionen Euro. "Die Mitarbeiterzahl stieg in dieser Zeit von 440 auf fast 700. Wir hoffen auf vergleichbare Wachstumsraten in den kommenden Jahren."

Im September wurde gemeinsam mit dem damaligen Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine neue Fertigungshalle auf dem Firmengelände an der Franz-Josef-Strauß-Straße eingeweiht. Derzeit verhandelt die Firma zudem mit der Stadt über den Kauf eines angrenzenden Grundstückes.

Gestern holte sich das Unternehmen politische Unterstützung ins Haus: Die Augsburger Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß und die bayerische Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel (beide FDP) waren da. Hessel verwies auf die Bedeutung der Hightech-Branche für den Freistaat. "Ich bin gekommen, um zu erfahren, wo der Schuh drückt, und wie sich Bayern im Bund starkmachen kann, damit die erfolgreiche Entwicklung fortgesetzt wird."

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