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Augsburger Puppenkiste: Märchen im Mühlenteich

Augsburger Puppenkiste

Märchen im Mühlenteich

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    Vor Menschen, zumal vor den Buben am Kartoffelfeuer, hat der kleine Wassermann keine Scheu. Martin Stefaniak hat das Märchenspiel inszeniert.
    Vor Menschen, zumal vor den Buben am Kartoffelfeuer, hat der kleine Wassermann keine Scheu. Martin Stefaniak hat das Märchenspiel inszeniert. Foto: Fred Schöllhorn

    Im Mühlenteich hat auch der kleine Wassermann sein Zuhause. Seit Otfried Preußler 1956 die Geschichte aufgeschrieben hat, sind Generationen mit den Episoden aufgewachsen. Die Augsburger Puppenkiste bringt den „kleinen Wassermann“ nun als Märchenspiel auf die Bühne. Premiere ist heute, Samstag, um 15 Uhr. Martin Stefaniak hat es so eingerichtet, dass schon Kinder ab 3 ihre Freude daran haben. „Es ist aber auch etwas für Erwachsene dabei“, verspricht der Puppenspieler.

    Elfjähriger Domsingknabe "wie ein Profi"

    Martin Stefaniak hat den Text bearbeitet, er leitet die Inszenierung und schrieb die Musik. Alle drei Dinge gehören zusammen, denn „mit dem Text entstehen im Kopf schon die Atmosphären“. Behaglich ist es am Teichgrund, die Mühle klappert und der Karpfen Cyprianus führt im Wasser ein resolutes Regiment. Stolz ist Stefaniak darauf, als Sprecher für den kleinen Wassermann den elfjährigen Domsingknaben Robert Schwarze gewonnen zu haben. „Er hat sich sehr gut eingefühlt in die Rolle und die Regieanweisungen wie ein Profi umgesetzt“, erzählt der Regisseur.

    In den Dialogen hat er Preußlers Text übernommen trotz altertümlicher Ausdrücke wie den Erdäpfeln. „Ich mag es, dass nicht alles so zeitgeistig klingt“, meint Stefaniak. Die Tracht Prügel, die Papa Wassermann dem Sohn nach einem Streich verpasst, wird hier allerdings nur angedroht. So viel Fortschritt muss sein. Im Übrigen hat sich Stefaniak mit viel Freude in die Erlebniswelt des Wassermanns hineinbegeben, dem über Wasser alles fremd ist, sodass er es naiv betrachten kann. Im Unterschied zu heutigen Märchenstoffen habe Preußlers kleiner Wassermann einen lockeren Kontakt zu den Menschen und muss sich nicht vor ihnen verbergen.

    Eine dankbare Herausforderung

    Die Unterwasserwelt stellte für die Puppenkiste eine dankbare Herausforderung dar. Die Figuren sind nicht auf den Boden fixiert, sie können sich überall im Raum bewegen. Die Marionetten können auch schön die Langsamkeit unter Wasser ausspielen. Zuerst habe er überlegt, mit Folie oder Gaze das Wasser anzudeuten, dann aber beließ es der Regisseur bei blaugrüner Beleuchtung, erzählt Martin Stefaniak.

    Gespielt wird „Der kleine Wassermann“ bis 4. Dezember immer Mittwoch (16 Uhr) und Sonntag (14, 16 Uhr). Karten: 0821/4503450

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