Max Schuster hat den Gründerpreis der Sparkassen erhalten
Nein, Max Schuster ist kein Mann, der gerne im Mittelpunkt steht. Zumindest nicht, wenn es um seine Person geht. Wenn er aber über sein großes Anliegen, über die Sache, die ihn seit 25 Jahren antreibt, spricht, dann hat er keine Chance. Dann sind alle Blicke auf ihn gerichtet, dann hört ihm jeder zu. Seine Geschichte fesselt. Das hat der 73-Jährige auch in den vergangenen Tagen wieder erlebt. Es seien emotionale Momente gewesen, erzählt Max Schuster.
Der Unternehmer aus Stadtbergen war am Donnerstag mit dem Gründerpreis der Bayerischen Sparkassen ausgezeichnet worden. Er hatte den Preis für sein Lebenswerk gewonnen. Schuster ist der Initiator des Therapiezentrums Burgau, in dem Dank seines Einsatzes seit 1989 vielen Menschen mit schwersten Hirnschädigungen durch Reha-Maßnahmen geholfen wurde. Zusätzlich gab es für Schuster und sein Team einen Sonderpreis für die Arbeit des Therapiezentrums. Diese doppelte Auszeichnung sei in der Geschichte des Gründerpreises, der seit 1997 vergeben wird, einmalig, erklärte Augsburgs Sparkassenchef Walter Eschle gestern bei einem Empfang für den Gewinner in der Stadtsparkasse. Er erhielt dabei eine Spende über 10000 Euro von der Stadt- sowie den Kreissparkassen Augsburg und Günzburg-Krumbach.
Auch da stand Max Schuster wieder im Mittelpunkt. „Mir ist das schon fast peinlich“, berichtete er. Und dann erzählte er doch seine Geschichte, die mit einem schrecklichen Schicksalsschlag begann, als Tochter Evi bei einem Unfall 1987 schwerste Hirnverletzungen erlitt. Monatelang lag sie im Wachkoma. Ärzte sahen keine Hoffnung auf eine Besserung. Doch Max Schuster kämpfte. „Sie haben sich in Ihrem unglaublichen Engagement nicht damit abfinden wollen“, lobte Eschle. Eine geeignete Therapie fand Schuster nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz. Diese Erfahrungen haben ihn angetrieben, hierzulande eine solche Versorgung aufzubauen. 1889 gründete er das Therapiezentrum.
Dabei hatte Schuster mit medizinischen Themen bis dahin gar nichts zu tun gehabt. Der Klima-Ingenieur leitete damals das Unternehmen Schuster in Neusäß. 2001 verkaufte er es. Für das Therapiezentrum Burgau ist er aber noch heute aktiv. (monik)
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