Dienstag, 21. Mai 2013

15. Dezember 2010 19:30 Uhr

Programm "Aufbruch Bayern"

Münchens Millionen für Augsburgs Zukunft

Vom Finanzierungsprogramm "Aufbruch Bayern" wird auch Augsburg profitieren. Unterstützt werden etwa Klinikum, Universität und ein Zentrum für Karbonfaser-Technologien.

Blick auf das Augsburger Zentralklinikum
Foto: Ulrich Wagner

"Aufbruch Bayern" heißt das staatliche Finanzierungsprogramm, mit dem Projekte quer durch den Freistaat gefördert werden. Von den Geldern in Millionenhöhe wird auch die Stadt Augsburg profitieren. Das Klinikum und die Universität werden mit insgesamt 14,4 Millionen unterstützt. Übertroffen wird dieser Gesamtbetrag von den 16,5 Millionen Euro, die für das Anwenderzentrum für Karbonfaser-Technologien zur Verfügung gestellt werden. Es ist der Durchbruch für den Innovationspark, in den die Region so große Hoffnung setzt.

Oberbürgermeister Kurt Gribl sagte gestern: "Augsburg und die Region werden mit dem Sonderprogramm ganz hervorragend bedient." Positiv wird von ihm bewertet, dass es auch Geld für das Klinikum gebe, "um es Schritt für Schritt auszubauen". Gribl lobte das Zusammenspiel der politischen Kräfte: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, damit Geld vom Freistaat nach Augsburg fließt. Auch die Praxis eines guten Umgangs mit der Staatsregierung zahlt sich aus."

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Der Innovationspark soll auf einem riesigen Areal bei der Universität entstehen. Bis zu 500 Millionen Euro könnten in den nächsten Jahren investiert werden, bis zu 5000 Menschen könnten im Innovationspark tätig sein, lautet die Prognose.

Ein Anfang ist gemacht: Erste Forschungseinrichtungen siedeln sich an. Das Fraunhofer-Institut sowie das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum errichten neue Gebäude. Dreh- und Angelpunkt für die weitere Entwicklung ist das Technologiezentrum. Hier sollen Firmen einziehen, um innovative Produkte zu entwickeln. Die Planung sieht ein zweigeteiltes Gebäude vor, in dem auch Büros eingerichtet werden. Gegenwärtig haben 40 Firmen eine Absichtserklärung abgegeben, das Projekt zu unterstützen.

33 Millionen Euro waren im August als Investitionskosten genannt worden. Klar war zu diesem Zeitpunkt, dass ohne große staatliche Förderung nichts vorangehen würde. Augsburg baute auf eine Unterstützung von über 20 Millionen.

In der Folgezeit tauchte die Befürchtung auf, dass die Zuschüsse des Freistaats keineswegs gesichert seien. OB Gribl und mehrere regionale Politiker setzten sich daher für eine Finanzierung des Freistaats ein.

Für die neuen Hallen gibt es zwei Bauabschnitte

Die erste Hälfte des Technologiezentrums soll in den Jahren 2011 und 2012 entstehen, dazu waren 10,4 Millionen an staatlicher Förderung eingeplant. Für den zweiten Bauabschnitt - es geht um eine weitere Halle - wurden 12,2 Millionen an staatlicher Förderung angesetzt. Diese Halle soll in den Jahren 2013 und 2014 gebaut werden.

Im jetzigen Paket "Aufbruch Bayern" sind im Doppelhaushalt 2011/12 für den Innovationspark über 16 Millionen vorgesehen. Über die Verwendung dieser in Aussicht gestellten Gelder ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht endgültig entschieden, hieß es gestern. Von Michael Hörmann

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