Eine 25-Jährige aus Augsburg soll ihren wenige Monate alten Sohn fast zu Tode geschüttelt haben. Jetzt wurde gegen die Frau Anklage erhoben. Wegen versuchten Totschlags.
Augsburg (AZ) - Im Fall einer 25-jährigen Mutter aus Augsburg, die ihren Sohn im Herbst 2007 misshandelt haben soll, ist am Donnerstag von der Staatsanwaltschaft Anklage erhoben worden.
Die 25-jährige Augsburgerin muss sich wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung vor dem Landgericht Augsburg rechtfertigen. Aufgrund der Brutalität ihrer Tat drohen ihr bis zu 15 Jahre Haft.
Die Frau soll ihren damals drei Monate alten Sohn im Herbst 2007 zweimal innerhalb von wenigen Wochen gepackt und derart heftig geschüttelt haben, dass dieser ein lebensgefährliches Schütteltrauma mit Einblutungen im Kopf erlitt. Obwohl das Kind auf Grund dieser Verletzungen ständig erbrach und Krampfanfällen hatte, hat seine Mutter es zunächst nicht in ärztliche Behandlung gegeben. Erst als sie von Bekannten dazu gedrängt wurde, gab die 25-Jährige nach.
Nach Bekanntwerden der Tat schritten Polizei und Jugendamt umgehend ein und entzogen der Mutter das Sorgerecht für den Jungen. Zudem wurde ein Haftbefehl gegen die Augsburgerin erlassen. Seit September 2008 sitzt sie in Untersuchungshaft.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: