Dienstag, 16. Januar 2018

27. August 2008 21:50 Uhr

Wasserwirtschaftsamt rätselt

Mysteriöser Schaum auf dem Lech

Aus dem Nichts taucht er immer an derselben Stelle auf: Wenn das Wasser des Lechs über das erste Wehr nördlich der Lechstaustufe 23 donnert, bilden sich richtige Schauminseln. Das Wasserwirtschaftsamt will dem Geheimnis endlich auf den Grund gehen. Von Stefan Krog

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Von Stefan Krog

Augsburg. Aus dem Nichts taucht er immer an derselben Stelle auf: Wenn das Wasser des Lechs über das erste Wehr nördlich der Lechstaustufe 23 donnert, bilden sich an manchen Tagen richtige Schauminseln, die sich in Buchten auftürmen und flussabwärts treiben.

Vor zweieinhalb Jahren tauchte das Phänomen zum ersten Mal auf (wir berichteten). Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth versucht seitdem, dem seltsamen Schaum auf den Grund zu gehen - bisher aber ohne Erfolg.

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"Wir haben unterschiedlichste Untersuchungen gemacht und verschiedene Ansätze verfolgt, aber sind auf keine einheitliche Ursache gekommen", sagt Biologe Bernd Horst, zuständig für die Gewässerüberwachung beim Wasserwirtschaftsamt Donauwörth. In den vergangenen Monaten hat die Schaumbildung offenbar abgenommen, aber an manchen Tagen bilden sich immer noch Inseln.

"Das Problem ist, dass Schaum ganz unterschiedliche Ursachen haben kann", so Horst. Von Chemikalien wie Waschmitteln über Algen bis hin zu Tannennadeln im Wasser können die Ursachen reichen. Dass sich an dem Wehr kleine Schaumfetzen bilden, die einige Hundert Meter flussabwärts treiben, sei aber nicht ungewöhnlich. "Dazu kann schon der Algenbestand in der Lechstaustufe führen." Unklar ist, ob sie zu zentimeterhohen Inseln führen können.

Gedacht wurde an vieles: Der tageszeitabhängige Schwellbetrieb an den Lechstaustufen in Zusammenhang mit Kläranlageneinleitungen flussaufwärts wurde ebenso untersucht wie der Kiesabbau an der Lechstaustufe. Ohne Ergebnis. Auch das Wasserwirtschaftsamt in Landsberg, das für den Oberlauf zuständig ist, wusste keinen Rat.

Kein Problem fürs Grundwasser

"Wir behalten das Thema aber weiterhin im Auge", so Horst. Für Hinweise sei die Behörde dankbar. Eine Gesundheitsgefährdung geht von dem Schaum aber offenbar nicht aus. Das hat die Analyse der Proben gezeigt. Auch für das Grundwasser besteht keine Gefahr.

Die Stadtwerke, deren Schutzgebiet an den Lech angrenzt, messen verstärkt an Probelöchern in Lechnähe, seit sie auf den Schaum aufmerksam gemacht wurden. "Es gab bisher keinerlei Probleme", so Stadtwerkesprecher Jürgen Dillmann.

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Stefan Krog

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