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Diesen Sommer soll Leben in das stillgelegte Oberhauser Gaswerk kommen: Am Sonntag startet der "Gaswerksommer 2009". Erstmals wird die Aussichtsplattform auf dem 86 Meter hohen Gaskessel begehbar sein. Die Stadtwerke, denen der europaweit einmalige Komplex gehört, versprechen ein vielfältiges Programm. Von Sonja Krell
Kultur, Information und Entspannung sollen sich abwechseln. Beispiel Ofenhaus: Hier ist ein detailgetreues Holzmodell des Gaswerks zu sehen. 800 Stunden haben die Augsburger Designer Martin Becker und Walter Riedler aufgewendet, um die Anlage zu rekonstruieren. Nebenan erwartet die Besucher entspannende Strandatmosphäre mit Liegestühlen, Bocciabahn und Beachvolleyball-Feld, wo man sich sportlich austoben kann.
Im Gaskessel gibt es ein Foucaultsches Pendel zu sehen, das die Erdrotation sichtbar macht und den Takt für Bachs C-Dur Preludium vorgibt. Alle 17 Sekunden erklingt ein neuer Akkord aus den 58 Orgelpfeifen. Ein Klangerlebnis, kreiert vom Künstler Jürgen Scribe, das allerdings stille Zuhörer braucht. "Wenn die Leute nicht fünf Minuten Ruhe geben, kriegen sie hier nichts mit", erklärt Karl Ganser.
Der Städteplaner rechnet, dass viele Augsburger ins Gaswerk kommen, auch wenn der Eröffnungstermin mit vielen anderen Terminen zusammenfällt. Ein Problem ist nach wie vor die Verpflegung. Eigentlich sollte ein Gastronom am Wochenende die Besucher versorgen. Dieser ist aber in letzter Minute abgesprungen. Nun werden Getränkeautomaten aufgestellt.
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