Deutschland erlebte die kälteste Nacht des Winters. Vor allem Obdachlose sind von den eisigen Temperaturen betroffen. Doch wie kann man im Ernstfall wirklich helfen? Von Sven Daam



Minus 35,3 Grad wurden heute Nacht am Funtensee in Bayern in Bayern gemessen. Das gab der Wetterdienst Meteomedia bekannt. Auch in Deutschland sind mindestens zwei Menschen in der klirrenden Kälte erfroren. Obdachlose trifft diese Extremtemperaturen besonders hart. Hier heißt es Hinsehen statt Wegschauen.
Doch manchmal scheitert die Hilfe schon an simplen Fragen. Was tut man, wenn man einen Obdachlosen im Freien liegen sieht? Wen ruft man an? Wolfgang Leichs, Leiter des Amts für soziale Leistung in Augsburg, gibt Tipps, was man in so einem Fall am Besten macht.
Wie reagiere ich, wenn ich einen Obdachlosen im Freien liegen sehe?
"Ganz einfach: Man spricht die Person an und fragt: Wie geht es Ihnen? Brauchen Sie eventuell Hilfe?"
Wenn der Obdachlose Hilfe benötigt, wen rufe ich an?
"Am Besten bei der Stadt Augsburg unter 0821/324-4255. Dort kümmern sich Profis um Übergangswohnungen und sind eigentlich rund um die Uhr erreichbar. Ansonsten kann man auch beim Katholischen Verband sozialer Dienste unter 0821/155152 anrufen. Am Wochenende ist dort allerdings niemand."
Was tue ich, wenn ich niemanden erreiche oder die Telefonnummer nicht weiß?
"Im Notfall einfach die Polizei anrufen. Die haben nicht nur alle Nummern, die wissen auch immer was zu tun ist."
In Sachen Kälte gibt es übrigens noch keine Entwarnung, der Höhepunkt der Eiszeit wird erst am Samstag erwartet.
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