Die Banken bieten mittlerweile neue TAN-Verfahren an. Sicherer als die bisherige Methode ist etwa die mobile TAN. Dabei bekommt der Kunde nach Ausfüllen einer Überweisung am Computer eine individualisierte TAN per Handy zugeschickt, die nur für diese spezielle Transaktion gültig ist.
Eine andere neue Möglichkeit ist die chip TAN. Hier wird über ein Zusatzgerät für den Computer (Kosten etwa zwölf Euro), in das man seine EC-Karte steckt, eine TAN individuell erzeugt. Auch diese ist nur für die jeweilige Überweisung gültig. Bei der Erstellung der TAN fließen Daten des Überweisungsauftrags, etwa die Bankverbindung des Empfängers, mit ein. Vorteil: Selbst wenn jemand sich in die Verbindung zwischen Computer und Bank "einhackt", kann er bei diesem Verfahren nach momentanem Stand das Geld nicht umleiten.
Die Polizei rät Onlinebanking-Kunden, Überweisungen nur vom heimischen PC aus zu tätigen, wo man etwa das chip-Tan-Verfahren nutzen kann. "Wir wissen, dass der Großteil der Bankgeschäfte über Computer zwischen 8 und 17 Uhr gemacht wird, also am Arbeitsplatz", sagt Polizeisprecher Andreas Schröter. Weitere Tipps: ein aktueller Virenscanner, eine Firewall und System-Updates. Zudem sollte man mit Downloads und E-Mail-Anhängen vorsichtig sein, da diese Spähprogramme beinhalten können. Inzwischen gibt es laut Polizei sehr ausgetüftelte "Trojaner", die Unberechtigten das Ausforschen des Computers ermöglichen.
Generell vorsichtig sollte man mit der Preisgabe von individuellen Daten sein. "Das können auch Daten sein, die an sich nichts wert sind. Aber wenn man sie als Täter geschickt nutzt, baut man beim Opfer Vertrauen auf", so Schröter. Wichtig: Die Bank wird nie per Telefon oder Mail nach persönlichen Bankdaten fragen. Weitere Infos erteilt die Präventionsstelle der Polizei unter 08 21/3 23-37 37. (skro)
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