Zuerst blieb der befürchtete Super-Stau wegen des Umzugs am ersten Plärrer-Wochenende aus, und jetzt konnte auch noch der Toilettenstreit beigelegt werden. Von Stefan Krog

Von Stefan Krog
Zuerst blieb der befürchtete Super-Stau wegen des Umzugs am ersten Plärrer-Wochenende aus, und jetzt konnte auch noch ein anderes Thema, das im Vorfeld für heiße Diskussionen sorgte, beigelegt werden: Der Toilettenstreit.
Die Polizei hatte ihre Ankündigung wahr gemacht, die Plärrerwache nicht zu besetzen. Deshalb gab es am Montag nochmal ein Gespräch zwischen den Beteiligten. Jetzt hat die Stadt den verärgerten Ordnungshütern eine Notunterkunft angeboten.
Bei einem Ortstermin auf dem Betriebsgelände des Tiefbauamts an der Schwimmschulstraße, gegenüber vom Plärrergelände, kamen am Montagnachmittag Polizei und Stadt zu einer Lösung. Die Plärrerwache wird für die Dauer des Herbstplärrers in zwei ehemalige Betriebscontainer des Tiefbauamts einziehen.
Damit wären einerseits die Sicherheitsanforderungen der polizeilichen Arbeit gewährleistet und andererseits die Toilettenkapazitäten auf dem Plärrer den Bedürfnissen der Besucher angepasst, so Bürgermeister Klaus Kirchner.
Angeblich kann das Quartier bereits am Dienstagvormittag bezogen werden. Mitarbeiter des Tiefbaumts setzen die Container in Stand und das Fachpersonal der Polizei sorgt für die technische Ausrüstung.
Der Streit zwischen Polizei und Stadt war ausgebrochen, nachdem die Stadt gleich neben der Plärrerwache einen zusätzlichen Toilettencontainer für Besucher aufgestellt hatte, ohne vorher Rücksprache zu halten. Das stank den Beamten mächtig.
Grund für den Container: Auf der Westseite des Plärrers gab es bislang kein stilles Örtchen, so Bürgermeister Klaus Kirchner, zuständig für den Plärrer. Der Container sei heuer als Notlösung gedacht, nachdem er von Bürgern gefordert worden war. Auf diese Weise wollte sich Augsburgs Polizei von der Stadt aber nicht ans Bein pinkeln lassen. Für die Beamten unzumutbar sei die Lösung, sagt Franz Rohrmair, Leiter der zuständigen Polizeiinspektion Mitte.
Das Rote Kreuz versieht seinen Dienst auf der Sanitätsstation wie üblich, auch wenn sich die Begeisterung über die Toilette in Grenzen hält. Allerdings brauche man zur Erstversorgung von Verletzten einfach Räume, sagt Manuel Holder, Sprecher des BRK. An der Tür zur verwaisten Plärrerwache waren bisher nur Telefonnummern angebracht, die auf die Polizeiinspektion Mitte verwiesen, hätte jemand eine Anzeige erstatten oder etwas melden wollen. Allerdings gab es am ersten Wochenende kaum Probleme auf dem Festgelände.
Um die Sicherheit auf dem Plärrer zu gewährleisten, patrouillierten bisher wie jedes Jahr Beamte von Polizeiinspektion Mitte und der Bereitschaftspolizei. Am ehesten sind sie abends kurz nach Schließung der Bierzelte gefordert - und wären dann ohnehin immer vor Ort gewesen. Besucher und Schausteller hätten von der Nicht-Besetzung der Plärrerwache nichts merken sollen, sagte Walter Böhm, Leitender Polizeidirektor.
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