22-Jähriger muss ins Gefängnis
Er saß drei Jahre in einem Jugendgefängnis. Kaum war er entlassen, betrank er sich. Dann brach sein ganzer Frust und wohl auch sein Hass gegen den Staat aus ihm heraus. In einem Imbiss im Hauptbahnhof ging der 22-Jährige unvermittelt auf einen nichts ahnenden Zugbegleiter der Bahn los, schlug ihn und bedrohte ihn mit einer vollen Wodka-Flasche. Dann griff er vier hinzueilende Polizisten an, versuchte sie mit Kopfstößen und Fußtritten zu verletzen, ehe er überwältigt und gefesselt werden konnte. Damit nicht genug. Einem Beamten gegenüber kündigte er an, er werde dessen ganze Familie erschießen. Und zuletzt verherrlichte er auch noch den Mord an dem Augsburger Polizeibeamten Mathias Vieth. Dies sei doch „eine klasse Sache“ gewesen, man müsste „noch viel mehr Bullen abschießen“.
Seine Äußerungen wiederholte der 22-Jährige sogar noch bei seiner Vorführung am folgenden Tag bei der Ermittlungsrichterin, die ihn umgehend wieder ins Gefängnis schickte.
Drei Monate nach seinem Ausraster saß der Mann (Verteidiger: Marco Müller) nun lammfromm vor Strafrichterin Anna Gutdeutsch. Inzwischen hatte er sich schriftlich bei allen attackierten Uniformträgern entschuldigt. Das Gericht verurteilte ihn zu 23 Monaten Haft. (peri)
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