Bahn-Pendler schauten gestern Morgen in die Röhre: Die neuen Triebwagen des Fugger-Express hatten zwischen 5 und 8 Uhr morgens bis zu eineinhalb Stunden Verspätung. Betroffen waren die Strecken nach München, Ulm und Donauwörth. Besonders starke Probleme gab es auf der Strecke zwischen Donauwörth und Aalen. Schuld an dem Verkehrsdesaster war die Kälte. Wegen des Raureifs an den Oberleitungen hatte der Stromabnehmer zeitweise keine Spannung. Daraufhin legte die Software des Bordcomputers den Antrieb lahm. Kommende Woche soll eine neue Software aufgespielt werden, mit der diese Probleme nicht mehr auftauchen. Von Stefan Krog
Betroffen waren rund 80 Prozent der Fugger-Express-Triebwagen. Teilweise konnten die Züge nur im Bummel-Tempo verkehren. "Wir bedauern dies außerordentlich und bitten unsere Fahrgäste um Entschuldigung", so Antonia von Bassewitz, Geschäftsleiterin DB Regio Bayerisch Schwaben.
Um zu verhindern, dass sich heute die Probleme wiederholen, will die Bahn frühmorgens zunächst eine herkömmliche Lok auf die Strecken schicken, um den gröbsten Raureif von den Leitungen abzustreifen. Zudem werden teilweise andere Triebwagen eingesetzt. Probehalber wurde auf einige Züge schon die neue Software aufgespielt.
Mit dem Fugger-Express hat die Bahn seit einem knappen Jahr Schwierigkeiten. Unter anderem können Züge bislang nicht schnell ver- oder entkuppelt werden. Dies wäre nötig, um das ursprüngliche Konzept mit durchgehenden Zügen, etwa von Donauwörth bis München, durchzusetzen. Bei der Bahn hofft man, die Probleme bis zum Winterfahrplan ab 13. Dezember behoben zu haben.
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: