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30. Januar 2010 11:20 Uhr

Pro und Contra

Rettet eine Sperrstunde die Maxstraße?

Wie kann man den nächtlichen Lärm in der Maxstraße eindämmen? Eine Sperrstunde, flexibel angewandt, ist das richtige Mittel, meint Michael Hörmann. Kollege Stefan Krog ist anderer Ansicht.

Wie kann man den nächtlichen Lärm in der Maxstraße eindämmen? EineSperrstunde, flexibel angewandt, ist das richtige Mittel, meint Michael Hörmann. Kollege Stefan Krog ist anderer Ansicht.

Pro Sperrstunde :

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Keiner möchte, dass in Augsburg künftig die Lichter um Mitternacht ausgehen. Ein attraktives Nachtleben gehört zu einer Großstadt mit 270 000 Einwohnern wie die Musik zur Disco. Die Einführung der Sperrstunde darf und kann daher kein Mittel sein, um zu erreichen, dass die Bürgersteige in der Innenstadt hochgeklappt werden. Wer dies unter der Sperrstunde versteht, liegt daneben.

Die Sperrstunde könnte jedoch ein sinnvolles Instrument sein, um nächtliche Auswüchse in der Innenstadt einzudämmen. Zu verhindern wird es aber auch bei einer Sperrstunde nicht sein, dass Betrunkene krakeelen, urinieren und sich übergeben. Solange es hochprozentigen Alkohol rund um die Uhr an Tankstellen zu kaufen gibt, wird es für Nachtschwärmer immer möglich sein, sich einzudecken.

Dennoch: Die Situation in der Maximilianstraße ist nicht mehr hinnehmbar. Alle bisherigen Maßnahmen haben nicht den erwünschten Erfolg gebracht. Und wir reden nicht vom komischen Dönerverbot. Die Selbstverpflichtungserklärung der Wirte, die die wenigsten unterschrieben haben, ist ein Witz. Der Einsatz der nächtlichen Streifen des Ordnungsdienstes mag schön und gut sein, doch diese Leute können nicht überall sein.

Die Wirte müssen viel stärker in die Pflicht genommen werden. In den Lokalen und Klubs in bester Innenstadtlage kann derzeit bis in den frühen Morgen fröhlich gefeiert, aber auch ausufernd gezecht werden. Den Lärm der Gäste haben die Anwohner auszubaden.

Das Instrument der Sperrstunde, sofern es flexibel angewandt wird, ermöglicht der Kommune eine andere Handhabe. Wirte, die bis weit nach Mitternacht öffnen wollen, zahlen. Es gibt abgestufte Tarife. Je länger geöffnet wird, desto teurer.

Und die Wirte sind verantwortlich, dass zuvor vereinbarte Auflagen erfüllt werden und sich Besucher nach dem Gaststättenbesuch zu benehmen wissen. Ansonsten ist die Party eben vorbei. Und flexibel heißt, dass es unterschiedliche Zeiten gibt, ab wann die Sperrstunde gilt. Am verlängerten Wochenende bis 3 Uhr, an den anderen Tagen vielleicht bis 1 Uhr. Darüber könnte man reden.

Der Autor wohnt in der Jakobervorstadt.

Contra: Eine Sperrzeit für die Innenstadt? Man kann nur hoffen, dass der Stadtregierung etwas Besseres einfällt.

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