Mittwoch, 22. Mai 2013

03. Juni 2011 19:08 Uhr

Stadtfest fällt aus

Rettungsaktionen für Max 11 kommen zu spät

Die City-Initiative Augsburg stellt klar, dass die Auflagen für Max11 nicht zu erfüllen seien und sie daher die Verantwortung nicht übernehme.

Beim Maxfest 2010 wurde noch kräftig gefeiert. heuer wird das beliebte Straßenfest ausfallen.
Foto: Alexander Kaya

Aktionen, das Stadtfest Max 11 in letzter Minute noch zu retten, kommen zu spät. Der Veranstalter, die City Initiative Augsburg (CIA), bleibt bei der Absage. „Es wird definitiv kein Max 11 geben“, sagte gestern Citymanager Heinz Stinglwagner gegenüber unserer Zeitung.

Und dabei gehe es auch nicht in erster Linie ums Geld. Die geforderten Sicherheitsauflagen seien in dieser Form nicht zu erfüllen.

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„Die CIA verantwortet das Aus des Festes, weil sie die Verantwortung für die gestellten Auflagen nicht übernehmen kann“, sagte Stinglwagner. Der von den Ordnungsbehörden erteilte Aufgabenkatalog sei nicht zu erfüllen. Ins Detail geht Stinglwagner nicht: „Es macht keinen Sinn, erteilte Auflagen im einzelnen öffentlich zu diskutieren.“ 128 Punkte sind es in der Summe. Woran sich die CIA gestört habe, war die Kurzfristigkeit der Auflagen und deren Umsetzung. Denn es wäre ausschließlich die CIA gewesen, so sagt der CIA-Geschäftsführer, die im Fall eines Unglücks in die Verantwortung genommen worden wäre: „Dieses Risiko konnten wir nicht eingehen.“

Am Geld sei Max11 nicht gescheitert, sagte Stinglwagner weiter. Die CIA hätte 250000 Euro an Finanzmitteln eingebracht, von der Stadt war eine Ausfallbürgschaft und ein Zuschuss von jeweils 94000 Euro in Aussicht gestellt. Es fehlten nach den neuesten Sicherheitsauflagen 50000 Euro. Die Hälfte wollte Szene-Gastronom Harald Winderl zur Verfügung stelten. Er versprach gestern 25000 Euro über die Pow-Wow-Gruppe aufzutreiben, damit Max11 nicht beerdigt werden müsse. „Es ist ein schönes Zeichen“, kommentierte Stinglwagner das Hilfsangebot, aber es ändere nichts an der Einstellung der CIA.

Dass die CIA nach der Absage von Max11 von Anfang an keine Rettungsaktion auf dem Plan hatte, liegt auf der Hand. „Wir danken allen Weggefährten der Maxstraßenfeste für die Unterstützung und hoffen auf die gleiche Unterstützung bei einem neuen Augsburger Stadtfest“, hieß es bereits am späten Dienstagabend. Über ein neues Projekt zum jetzigen Zeitpunkt zu reden, sei verfrüht, so Stinglwagner.

Er widersprach gestern Äußerungen, wonach die CIA womöglich nur auf den passenden Zeitpunkt gewartet habe, um Max beerdigen, weil es intern nicht nur Befürworter der Großveranstaltung gibt: „Max ist das Baby der CIA und wir wollten es am Leben halten.“ Er selbst habe sich in den zurückliegenden Monaten vehement eingesetzt, um auch in der Politik für das größere Max-Fest 2011 zu werben.

Gestern Vormittag fand ein Gespräch von Oberbürgermeister Kurt Gribl, Ordnungsreferent Rainer Schaal und Stinglwagner statt. Es war, so hieß es hernach, kein Krisengipfel, bei dem versucht werden sollte, Max 11 zu retten. Vielmehr wurde von beiden Seiten nochmals die bisherige Sprachregelung unterstrichen, wonach trotz aller gemeinsamen Bemühungen eine Fortsetzung des Stadtfestes in diesem Jahr unter den Rahmenbedingungen nicht möglich sei.

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